Ausstellung

Im Museum am Dom geht es Schicht um Schicht

Das Museum am Dom rückt in der neuen Ausstellung mit dem Titel "Schicht um Schicht. Spätgotische Kunst im Farbwandel" Farbe als wesentliche Bedeutungsträgerin spätgotischer Kunst ins Zentrum. Die Schau ist ab Freitag, dem 1. Mai zu sehen.

Krippenfiguren aus dem Bestand des Museum am Doms und des Stadtmuseums geben Einblicke in die Geschichte des Krippenspiels. (Foto: Museum am Dom/Seebacher)
Krippenfiguren aus dem Bestand des Museum am Doms und des Stadtmuseums geben Einblicke in die Geschichte des Krippenspiels. (Foto: Museum am Dom/Seebacher)

Mit der Jahresausstellung „Schicht um Schicht. Spätgotische Kunst im Farbwandel“ widmet sich das Museum am Dom einem zentralen, bislang jedoch selten thematisierten Aspekt der spätgotischen Kunst: der Farbe. Im Fokus steht das 15. Jahrhundert – eine Epoche, in der Farbe weit mehr ist als ein dekoratives Element – sie stiftet Bedeutung, transportiert Botschaften und vermittelt Emotionen.

Im Mittelpunkt stehen die Farbfassungen spätgotischer Skulpturen und Bildwerke sowie deren Materialien, Techniken und Bedeutungen. Gold, Blau oder Rot fungieren als visuelle Zeichen, die Heilige erkennbar machen, soziale Rollen kennzeichnen und religiöse Inhalte vermitteln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Inkarnat – der differenzierten und lebendigen Gestaltung von Hauttönen.

Darüber hinaus eröffnet die Ausstellung Einblicke in die Werkstattpraxis der Zeit, in die Herstellung von Pigmenten und Vergoldungen sowie in den denkmalpflegerischen Umgang mit historischen Fassungen. Objekte aus dem Museumsbestand, aus Diözesanpfarren, Stiften und Klöstern sowie aus Privatbesitz machen deutlich: Farbe und Farbfassungen sind weit mehr als ästhetische Mittel – sie sind Träger von Bedeutung, Geschichte und Identität. Die Ausstellung eröffnet damit einen neuen Blick auf die Spätgotik und auf die kraftvolle Sprache ihrer Farben.

Laufzeit: 1. Mai bis 15. November 2026

Öffnungszeiten:
Di–FR 10–17 Uhr
Sa, So, Ftg 10–16 Uhr

Nähere Infos finden Sie unter www.museumamdom.at.

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