Aufgrund der starken bis sehr starken Hitzebelastung in den kommenden Tagen sind Maßnahmen zum Selbstschutz notwendig. Die Stadt St. Pölten appelliert an die Bevölkerung, besonders auf die eigene Gesundheit sowie auf gefährdete Mitmenschen zu achten.
Längere Hitzeperioden stellen insbesondere für ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen sowie Personen mit Behinderungen eine erhebliche gesundheitliche Belastung dar. Die Stadt ersucht daher alle Bürger:innen, regelmäßig nach Angehörigen, Nachbar:innen sowie alleinstehenden Personen zu sehen und Unterstützung anzubieten. Säuglinge, Kleinkinder sowie Tiere dürfen niemals im Auto zurückgelassen werden. Bereits nach wenigen Minuten können in Fahrzeugen lebensgefährliche Temperaturen entstehen.
Ausreichend trinken und Belastungen vermeiden
Wichtig ist vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Auch ohne Durstgefühl sollten täglich mindestens (!) zwei Liter Wasser oder andere koffein- und alkoholfreie und möglichst wenig gesüßte Getränke konsumiert werden. Besonders empfehlenswert ist Leitungswasser – die öffentlichen Trinkbrunnen in St. Pölten bieten kostenloses, frisches Trinkwasser an 35 Orten im gesamten Stadtgebiet.
Darüber hinaus wird empfohlen:
- körperliche Anstrengungen möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen,
- die Mittagshitze zu meiden,
- leichte, wasserreiche Kost wie Obst, Gemüse und fettarme Milchprodukte (oder möglichst naturbelassene Milchersatzprodukte) zu bevorzugen,
- helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen,
- Sonnenhut, Sonnenschirm und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor zu verwenden,
- den Körper regelmäßig durch Duschen, kalte Wickel oder feuchte Tücher abzukühlen,
- bei gesundheitlichen Problemen rechtzeitig ärztlichen Rat einzuholen.
Achten Sie bei Medikamenten auf eine korrekte Lagerung! Hinweise finden Sie in der Gebrauchsinformation bzw. erhalten Sie bei den Apotheker:innen.
Wohnräume kühl halten
Um eine Überhitzung von Wohnräumen zu vermeiden, sollten Fenster tagsüber geschlossen und beschattet werden. Gelüftet werden sollte möglichst in den frühen Morgenstunden oder während der Nacht. Außenjalousien, Rollläden, Markisen oder Sonnensegel können die Aufheizung zusätzlich reduzieren.
Auch auf unnötige Wärmequellen in der Wohnung sollte verzichtet werden. Backofen, Wäschetrockner oder andere stark wärmeabgebende Geräte sollten möglichst sparsam genutzt werden.
Vorsicht beim Sprung ins kalte Wasser
Auch wenn die Abkühlung bei diesen Temperaturen dringend gebraucht wird, sollte man bei großer Hitze nicht überhastet in kühle Gewässer zu springen. Der plötzliche Temperaturunterschied zwischen stark erhitztem Körper und kaltem Wasser kann den Kreislauf massiv belasten und im schlimmsten Fall zu einem Schockzustand oder Kreislaufversagen führen. Vor dem Baden sollte der Körper daher langsam und schrittweise an die Wassertemperatur gewöhnt werden.
Abkühlungsmöglichkeiten in St. Pölten nutzen
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, der Hitze zu entkommen und sich abzukühlen:
- öffentliche Trinkbrunnen im Stadtgebiet nutzen,
- schattige Park- und Grünanlagen aufsuchen,
- das Rathaus als kühler Aufenthaltsort während der Öffnungszeiten,
- der St. Pöltner Dom und weitere Kirchenräume,
- die Seen und Naherholungsgebiete im Stadtgebiet,
- das Citysplash Freibad,
- weitere öffentliche Einrichtungen mit angenehmen Aufenthaltsbereichen.
Asphalt, Betonflächen und Spielgeräte können sich stark aufheizen und Temperaturen weit über der Lufttemperatur erreichen. Eltern sollten vor der Nutzung von Spielgeräten deren Oberflächentemperatur überprüfen.
Hunde sollten möglichst nur in den frühen Morgen- oder Abendstunden ausgeführt werden. Heiße Asphaltflächen können zu Verbrennungen an den Pfoten führen. Achten Sie auch bei Ihren Haustieren auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Waldbrandgefahr: Offenes Feuer verboten
Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit wird außerdem ausdrücklich auf die derzeit geltende Waldbrandverordnung hingewiesen. In Wäldern sowie in deren Gefährdungsbereichen ist das Entzünden von Feuer und das Rauchen verboten. Dies betrifft insbesondere Lagerfeuer, Grillfeuer, das Wegwerfen von Zigaretten oder glühenden Gegenständen sowie jede andere Form von offenem Feuer. Bereits kleine Funken können unter den aktuellen Bedingungen Brände auslösen und erhebliche Schäden verursachen. Die Bevölkerung wird ersucht, die Bestimmungen der Waldbrandverordnung strikt einzuhalten und verdächtige Rauchentwicklungen oder Brände umgehend über den Notruf 122 zu melden.
Sicherung bei Unwettergefahr
Die derzeitige Hitzewelle kann auch die Bildung heftiger Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen begünstigen. Die Stadt St. Pölten empfiehlt daher, rechtzeitig Vorsorgemaßnahmen zu treffen:
- Lose Gegenstände auf Balkonen, Terrassen und in Gärten wie Sonnenschirme, Gartenmöbel, Blumentöpfe oder Spielgeräte sichern oder ins Trockene bringen
- Fenster, Türen und Dachflächenfenster bei aufziehenden Gewittern rechtzeitig schließen
- Fahrzeuge möglichst in Garagen oder geschützten Bereichen abstellen
- Auch im privaten Bereich Bäume und größere Äste in der Nähe von Gebäuden oder Verkehrsflächen regelmäßig kontrollieren
- Bei Gewitterwarnungen Parks, Wälder, Badeseen und andere Freiflächen rechtzeitig verlassen
- Aktuelle Wetterwarnungen verfolgen und Anweisungen der Einsatzorganisationen beachten
Die Stadt St. Pölten ersucht die Bevölkerung, besonders bei angekündigten Unwettern aufmerksam zu sein und frühzeitig entsprechende Schutzmaßnahmen zu setzen, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden.
Alle Bürger:innen werden ersucht, die aktuellen Wetterprognosen aufmerksam zu verfolgen, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten und bei Bedarf rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Gemeinsam kommen wir sicher durch die Hitzetage!