Kulturhighlights

Der Herbst in der Ehemaligen Synagoge

Im Oktober und November gibt es in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten wieder einige kulturelle Highlights.

Konzerte, wie jenes von Der Šenster Gob aus Prag, warten im Herbst in der Ehemaligen Synagoge. (Foto:  Martina Adlerova)
Konzerte, wie jenes von Der Šenster Gob aus Prag, warten im Herbst in der Ehemaligen Synagoge. (Foto: Martina Adlerova)

Noch bis 15. November zeigt die Ausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich" in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten sieben Ritualobjekte aus niederösterreichischen Synagogen und erzählt ihre Geschichten. Sie wurden entweder rechtzeitig vor den Novemberpogromen 1938 nach Wien gebracht oder gelangten als Raubgut in den Handel und wurden von Sammlern oder Museen erworben.

Zirkusfest „BINA“

Mittwoch, 14. Oktober 2026 | 16 Uhr

Ob Mama, Papa, Oma, Opa, Schwester, Bruder – die nonverbale Zirkusperformance „Bina“ mit Ron Beeri und Yuval Oz ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Was es zu sehen gibt? Hochkarätige Zirkuskunst, die Live-Musik, Humor, Publikumsinteraktion und überraschende Momente verbindet. Yuval ist auf Kopf- und Handstandakrobatik spezialisiert, sein Partner Ron ist ein international gefeierter Jongleur. Zusammen beweisen sie, dass Zirkus Generationen verbindet.

Der Senster Gob „Majority of Minorities”

Donnerstag, 15. Oktober 2026 | 18.30 Uhr

Klezmer und Balkan, „Gypsy“ und Swing, Witz und Virtuosität – das ist die Akustik-Band „Der Šenster Gob“ (jiddisch: die schönste Gabe) aus Prag. Letztes Jahr waren sie in der Ehemaligen Synagoge als kongeniale Partner von Lea Kalisch zu Gast, diesmal spielen sie alleine auf.

Auf ihren Reisen haben sie ganz Europa und einen Teil Asiens durchquert und jede Menge Inspiration und musikalische Erfahrungen gesammelt. Ihr Programm „Majority of Minorities“ verspricht einen Abend voll Energie und Kreativität.

Serenade des Exils

Sonntag, 25. Oktober 2026 | 18.30 Uhr

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ist heuer die ehemalige Synagoge St. Pölten am 25. Oktober um 18.30 Uhr erneut Austragungsort einer ‚Serenade des Exils‘: abermals mit einem hochkarätigen Programm im Andenken an jüdische, teilweise auch aus ihrer Heimat vertriebene Komponist:innen. 

Werke der Romantik und Moderne bringen die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit und das Trio Delyria in die Ehemalige Synagoge. Das Publikum erwarten neben Felix Mendelssohn-Bartholdys beeindruckendem Klaviertrio in d-Moll und Gustav Mahlers berührenden Rückert-Liedern ein für das Trio Delyria geschriebenes Werk des australischen Komponisten Lee Bradshaw sowie „Panta rhei“ von Ursula Mamlok, die 1939 mit 16 Jahren vor den Nazis aus Deutschland floh und später eine der bekanntesten Komponistinnen der USA wurde.

Veranstaltet von: Ehemalige Synagoge St. Pölten in Kooperation mit Serenadenkonzerte. Die Aufführung von "Pantha rhei" wird gefördert von der Dwight und Ursula Mamlok-Stiftung.

Tag der offenen Tür

Sonntag, 8. November 2026 | 10 bis 17 Uhr

Die Ehemalige Synagoge St. Pölten öffnet ihre Türen ganztägig bei freiem Eintritt. Von 15 bis 16 Uhr gibt es eine Führung durch das Haus und die Ausstellungen. Führungsbeitrag pro Person: 5,50 Euro (Kinder und Jugendliche: 4 Euro).

Konzert zum Novembergedenken

Mittwoch, 11. November 2026 | 18 Uhr

Die Veranstaltung zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938 verbindet Forschung mit Musik: Neben dem Vortrag des Injoest-Mitarbeiters Peter Hinterndorfer über das Projekt „Digitale Erinnerungslandschaft“ findet das Stück „Stele“ des Komponisten Rudolf Jungwirth eine musikalische Umsetzung. Das Ensemble Castor, bekannt für Barockmusik, bringt dafür seine ganz besonderen Klangfarben ein. Das Stück wird von zwei Musikstücken eines jüdischen Barockkomponisten umrahmt.

Tickets und Informationen zu allen Veranstaltungen in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten sind unter www.ehemalige-synagoge.at zu finden.

Die kunstsinnige Stadt 

Stärke gewinnt ein Zentrum nicht zuletzt aus kultureller „Soft-Power“. Dafür bildet der Masterplan stp*25|50 die städtische „Kulturstrategie 2030“ nicht nur ab, er vertieft und konkretisiert sie. (mehr dazu)
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