Dr. Richard Niederösterreich betreibt aktuell die LUP-Linien 1, 5, 6, 7, 10, 11, 12 und 13. Derzeit sind dafür 17 dieselbetriebene Fahrzeuge im Einsatz, die bis 2027 durch E-Busse des Herstellers Daimler ersetzt werden. Damit setzt Dr. Richard ein starkes Zeichen für zukunftsfähigen, emissionsfreien öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in St. Pölten. „Diese begrüßenswerte Initiative von Dr. Richard stellt einmal mehr unter Beweis, dass E-Bussen im städtischen ÖV die Zukunft gehört. Wir haben von Anfang an darauf gedrängt, dass die LUP-Flotte bei der Neuausschreibung elektrisch fährt. Umso mehr freut es mich, dass die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner noch in der laufenden Ausschreibungsperiode in den Genuss von abgasfreien und leisen E-Bussen kommen“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler über die Wahl von Dr. Richard, den Umstieg auf E-Busse in St. Pölten einzuleiten. „Wir hatten seitens der Stadt in den letzten Wochen und Monaten die Gelegenheit, mit verschiedenen E-Bus-Modellen mitzufahren. Die Fahrgäste des LUP können sich jetzt auf die modernen, leisen und komfortablen Busse freuen“, ergänzt Stadler.
Auch in Bezug auf die aktuelle geopolitische Situation sieht Bürgermeister Matthias Stadler seinen Einsatz für einen elektrischen LUP bestärkt: „Der Irankonflikt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass der Westen in Energiefragen unabhängiger von Öl und Gas wird. Der Vorstoß von Dr. Richard zeigt aber auch, dass die Wirtschaftlichkeit von E-Bussen gegeben ist und sich die Umstellung auf E-Busse langfristig rechnet. Ich freue mich auch, dass sich Dr. Richard für ein europäisches Fabrikat entschieden hat und die Wertschöpfung damit in Europa bleibt.“
Moderne Busse und neue Ladeinfrastruktur
Nach mehrtägigen Testfahrten und einer gemeinsamen Studie mit dem Fahrzeughersteller setzt Dr. Richard Niederösterreich für seine LUP-Linien auf die Modelle eCitaro und eCitaro K von Daimler. Mit einer Reichweite von mehr als 400 km, einer Batteriekapazität von regulär 555 kWh bis hin zu 6 x 111 kWh Batteriepacks und einer Ladeleistung von 150 kW eignen sie sich bestens für den Einsatz. Die 12-Meter-E-Busse verfügen über 31 Sitzplätze, um den gewohnten Komfort zu gewährleisten. Die Linien 10, 11 und 13 sollen als erste umgestellt werden. Auch für die E-Ladeinfrastruktur sorgt Dr. Richard Niederösterreich: Der zentrale Firmenstandort in der Goldeggerstraße 37 eignet sich ideal für die Ladung der elektrischen Flotte. Hier werden im August 2026 insgesamt 16 Ladepunkte für die Busse errichtet und künftig ein eigenes Lademanagementsystem eingesetzt, um den reibungslosen Betrieb sicherzustellen.
Rene Weihs (Projektleiter E-Mobilität Dr. Richard), LUP-Beauftragter Peter Zuser, Nadin Kranabetter von der Stadtplanung und Vizebürgermeister Michael Kögl testeten bereits eines der eCitaro-Modelle von Daimler. (Foto: Josef Vorlaufer)