"Von Steinen und Beinen"
Die Ausstellungen „Von Steinen und Beinen“ ist im Stadtmuseum zwar nicht mehr vor Ort zu sehen, virtuell steht die Archäologie-Präsentation aber weiterhin zur Verfügung. Die Ausstellung bietet einen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Domplatzes von St. Pölten, der lange Zeit keiner war. Die zehn Jahre dauernden archäologischen Grabungen haben sensationelle Ergebnisse zutage gebracht. Über einem bisher völlig unbekannten römischen Verwaltungspalast aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. entstand ein aus mehreren heute verschwundenen Gebäuden zusammengesetztes mittelalterliches Kirchenensemble, das diesen Ort jahrhundertelang prägte.
Mit dem Einsatz modernster Möglichkeiten werden die alten Mauerreste wieder als ganze Gebäude sichtbar. Der hier gelegene mittelalterliche Friedhof mit mehr als 22.000 freigelegten Bestattungen erfuhr international große Beachtung. Präsentiert werden in der Ausstellung vom Stadtarchäologen Ronald Risy nicht nur Originalfunde vom Domplatz, sondern auch erstmals die aufsehenerregenden Resultate der naturwissenschaftlichen Untersuchungen, die einen tiefen Einblick in die Lebensbedingungen der St. Pöltner Bevölkerung zur damaligen Zeit geben.
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„Blick in den Schatten“
Auch die Ausstellung über die NS-Zeit in St. Pölten gibt es online zu besichtigen. Vier Studierende der University of Applied Siences St. Pölten haben sich der Aufgabe angenommen die Ausstellung zu digitalisieren. Sie haben sich vor allem gefragt, wer damals in St. Pölten wie involviert war. Ob Täter oder Verfolgte, was haben die Zeitzeugen und eine Zeitzeugin zu berichten, wie setzen sich junge Menschen mit den grauenvollen Berichten zur Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus St. Pölten auseinander? Zu letzterem gibt es die 3 Kurzfilme des BORGL St. Pölten in der „Lebendigen Bibliothek“. Das mediale Gedächtnis für die Zukunft vom Erinnerungsbüro des Landestheaters NÖ.
„Blick in den Schatten“ ist eine groß angelegte Ausstellung im Stadtmuseum St. Pölten. Sie wirft einen Blick auf die Vorboten des Nationalsozialismus und weigert sich, einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzung mit dieser menschenverachtenden Epoche zu ziehen.
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