Wir müssen reden.
Mit dem Projekt „Das Frauen*zimmer“ entsteht ein Dialograum für Genderthemen, der bewusst in Beziehung zum traditionell männlich konnotierten Kaminzimmer tritt. Der Weiße Saal verwandelt sich für mehrere Monate in einen offenen Ort für Austausch, Reflexion und künstlerische Positionen zu gesellschaftlichen Macht- und Kommunikationsstrukturen.
Das Frauen*zimmer versteht sich als lebendiger Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven auf Gleichstellung, Repräsentation und gesellschaftliche Strukturen sichtbar werden. Kunst und Literatur bilden dabei den Ausgangspunkt für Gespräche, Begegnungen und neue Denkansätze.
Auftakt mit Literatur und Performance
Den Auftakt bildet am 8. August 2026 um 19:30 Uhr das Literatur- und Performanceformat „Verbrüdert euch, Schwestern“ von und mit den Autor*innen Evelyn Bubich, Katharina J. Ferner und jopa jotakin.
Im Zentrum steht ein performativer literarischer Dialog über Bro Culture, informelle Machtstrukturen und exklusive Kommunikationsräume. Mit sprachlicher Präzision, künstlerischer Performance und kritischer Reflexion eröffnen die Autor*innen den Dialograum und laden das Publikum ein, bestehende gesellschaftliche Strukturen gemeinsam zu hinterfragen.
Ausstellung mit Barbara Pacholik und weiteren Beiträgen
Von 7. November bis 5. Dezember 2026 folgt der zweite Teil des Projekts mit einer Ausstellung der bildenden Künstlerin Barbara Pacholik. Gezeigt werden Arbeiten aus ihrer Porträtserie „Heimat großer Töchter“, in der sie gesellschaftlich relevante, zeitgenössische Österreicherinnen porträtiert und deren Sichtbarkeit in den Mittelpunkt rückt.
Ergänzt wird die Präsentation durch Beiträge von Stefanie Jaksch und ihrem Verlag Wasser. Literatur, Feminismus und gesellschaftliches Engagement bilden dabei zentrale inhaltliche Perspektiven. Weitere Dialogpartnerinnen erweitern den Diskurs und machen das Frauenzimmer zu einem Ort des gemeinsamen Nachdenkens und Austauschs.
Ein Raum für neue Perspektiven
Über den gesamten Zeitraum hinweg entsteht ein offener Raum, in dem Kunst als Ausgangspunkt für gesellschaftlichen Dialog dient. Das Frauen*zimmer lädt dazu ein, Fragen nach Gleichstellung, Sichtbarkeit und Machtverhältnissen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und miteinander ins Gespräch zu kommen.