30. Jänner

Anna Maschik liest in der Stadtbibliothek

Am Freitag, dem 30. Jänner ist Autorin Anna Maschik um 19 Uhr zu Gast im DachBoden der Stadtbibliothek am Domplatz. Im Rahmen einer Lesung stellt sie ihren Roman „Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten“ vor, der sich eindringlich mit Herkunft, Erinnerung und Selbstbestimmung auseinandersetzt.

Anna Maschik präsentiert in der Stadtbibliothek ihr neues Werk. (Foto: Kalteis/Luca-Senoner)
Anna Maschik präsentiert in der Stadtbibliothek ihr neues Werk. (Foto: Kalteis/Luca-Senoner)

Ausgangspunkt der Erzählung ist ein heimlich geschlachtetes Schaf. Ein Bild, das die Erzählerin Alma dazu bringt, sich mit dem Erbe ihrer Vorfahrinnen auseinanderzusetzen. Der Roman spannt einen Bogen vom entbehrungsreichen bäuerlichen Alltag über Kriegserfahrungen und Neubeginn bis in die Gegenwart. Als letztes Glied einer Generationenfolge versucht Alma, die Fragmente ihrer Herkunft zusammenzufügen und die Wirkung familiärer Prägungen zu verstehen.

Weibliche Lebensrealitäten und familiäre Kontinuitäten

In präzise verdichteten, sprachlich konzentrierten Passagen zeigt Anna Maschik, wie Muster und Erfahrungen über Generationen hinweg weitergegeben werden und welche Möglichkeiten es gibt, sich von ihnen zu lösen. Der Roman verbindet persönliche Erinnerung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und eröffnet einen reflektierten Blick auf weibliche Lebensrealitäten und familiäre Kontinuitäten.

Anna Maschik wurde 1995 in Wien geboren und studierte Sprachkunst/Literarisches Schreiben sowie Vergleichende Literaturwissenschaft. Sie arbeitet als Lehrerin und Autorin. Ihr literarisches Debüt wurde 2025 für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises nominiert und machte sie rasch als neue Stimme der österreichischen Gegenwartsliteratur bekannt.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung zur besseren planbarkeit aber erforderlich.
Nähere Infos und Anmeldung unter st-poelten.bibliotheca-open.de sowie unter stadtbibliothek@st-poelten.gv.at.

Die kunstsinnige Stadt 

Stärke gewinnt ein Zentrum nicht zuletzt aus kultureller „Soft-Power“. Dafür bildet der Masterplan stp*25|50 die städtische „Kulturstrategie 2030“ nicht nur ab, er vertieft und konkretisiert sie. (mehr dazu)