Mode für alle - aber immer mit dem ganz besonderen Etwas: Bei Casa Moda St. Pölten am Rathausplatz wissen Peter und Michaela Urszovics um die wahre Bedeutung von Fashion. Denn Mode kann so viel mehr sein, als sich was Schönes anzuziehen. Vielmehr lassen sich damit der persönliche Stil finden und die eigenen Vor- und Charakterzüge unterstreichen. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, Mut für Veränderung bewiesen. Und nicht nur bei speziellen Anlässen, sondern etwa auch für neue Lebensphasen dürfen ganz wunderbar auch frische Facetten ausprobiert werden.
Besonders anziehend: Schön darf heute auch bequem sein
Darüber hinaus geht der Trend zwischen Schnitten, Längen, Stoffen und Farben vor allem dahin, zwar gut angezogen zu sein. Sich dabei aber in jedem Fall wohlzufühlen. Sportliche Schnitte und ein selbstverständlicher Wohlfühl-Faktor spielen heute - gerade auch im Business oder bei besonderen Anlässen - eine tragende Rolle.
Aber lassen wir doch lieber Peter und Michaela - beide übrigens waschechte und gebürtige St. Pöltner - selbst sprechen.
Direkt von ihnen kommen ja ehrlicherweise nämlich auch all die vorangegangenen Fashion Insights. Verraten haben sie diese bei einem Interview, für das sie sich gerne Zeit nahmen - mitten drin übrigens während der Öffnungszeit, umgeben von ihrem engagierten Top-Team und mit floriendem Kommen und Gehen von Kundinnen und Kunden am Höhepunkt der Sale-Saison.
Wie war euer Start mit Casa Moda in St. Pölten?
Michaela: „Als die St. Pöltner Don Gil-Filiale 2011 geschlossen wurde, wurde Peter als jahrelanger Don Gil-Filialleiter zum neuen Projekt einer Casa Moda-Filiale in der Stadt hinzugezogen, die 2012 eröffnen sollte. Auch sein eingespieltes Team konnte Peter mitnehmen. Ich selbst war eigentlich nur als Backup an Bord, half organisatorisch auf der Baustelle mit und bei den Vorbereitungen für die Eröffnung. Ich hatte ja meinen Job, den ich sehr liebte: Über 25 Jahre schon führte ich Ruefa Reisen in St. Pölten."
Aber Michaela stieg dann doch ganz ein?
Peter: „Die Baustelle wäre in Wahrheit ohne Michis Hilfe nicht rechtzeitig fertiggeworden. Unser Geschäftsführer, Dr. Wilfrid Wetzl, pocht sehr auf Selbständigkeit und Autonomie an seinen Casa Moda-Standorten in St. Pölten und Linz sowie bei Tom Ford in München. Er hat Michi dann ganz direkt gefragt, ob sie nicht auch miteinsteigen möchte."
Michaela: „So bin ich dann wirklich von der Reise- in die Modebranche gewechselt. Dabei bin ich eher immer die, die vorprescht und immer und überall unterstützt. Primär bin ich im heute Dameneinkauf tätig, im Büro oder in der Warenübernahme. Auch Schaufenster-Dekoration und Innen-Merchandising liegen bei mir. Peter ist der perfekte Filialleiter, Chef und Berater, sehr branchenerfahren und immer lösungs- und serviceorientiert. Wir ergänzen uns deshalb sehr gut. Er ist der Profi für die Herren, ich bin 2012 in die Damenmode eingetaucht. In der ersten Zeit hatte ich Unterstützung vor allem von einer Kollegin am oberösterreichischen Standort: Die dortige Casa Moda-Filiale gilt ja als das goldene Quartier von Linz, also jener Ort, wo die High End Fashion zu finden ist, Designer wie Dolce&Gabbana oder Prada.
In St. Pölten führen wir übrigens ebenfalls ausgewählte Luxusmarken. Wir sind somit zwei Casa Moda-Häuser in Österreich, mit einem Chef und unterschiedlichem Sortiment."
Das mit den Designermarken ist ja übrigens der Grund, warum ich mich vorher noch nie zu euch reingetraut habe, Michi.
Michaela: „Ja, und das ist schade! Du siehst, dass wir hier natürlich sehr hochwertige und ausgewählte Kleidung, Schuhe, Taschen und Accessoires anbieten - aber durchaus auch leistbare Teile."
„Im Sale gibt es Einzelstücke durchaus schon mal um 50 Prozent günstiger." Peter Urszovics, Casa Moda St. Pölten
Ich will nicht schleimen, aber es war tatsächlich supernett, hereinzukommen. Euer Team hat mich so nett begrüßt, dass ich mich gleich wohlgefühlt habe, nachdem ich endlich mal drin war.
Peter: „Natürlich, warum auch nicht? Wir bieten Mode, die aufgrund der Qualität zwar abseits von Fast Fashion-Preisen liegt. Dafür aber von Bestand ist, sehr oft zeitlos und hochwertig verarbeitet. Neben unseren Stammkund:innen, die wir sehr schätzen, haben wir darum auch Sale-Stammkund:innen, die uns genauso am Herzen liegen - und die gerade im Ausverkauf immer wieder ihre Lieblingsteile finden. Da gibt es so manches Einzelstück schon mal um 50% günstiger! Darum macht es auch wirklich immer Sinn, gerade auch im Sale hereinzuschnuppern."
Michaela: „Wir möchten wirklich alle dazu einladen, bei uns reinzuschauen und unser internationales, vor allem italienisches Sortiment von Casa Moda kennenzulernen. Bitte keine falsche Scheu, im Gegenteil."
Verratet doch bitte, wie ihr das Kaufverhalten im Modesektor von Frauen und von Männern einschätzt? Das würde mich wirklich interessieren.
Michaela: „Die Frau ist nach wie vor eine Lustkäuferin, eine Wohlfühl-Käuferin. Bei den Herren haben wir zwar sehr wohl auch extrem modisch interessierte Herren, meistens kommt der Mann aber herein, weil ihn die Frau mitschleppt und sagt: 'Du brauchst jetzt was!'. Oder weil wirklich etwas benötigt wird, das abgenutzt oder nicht mehr passend ist. Weil die Jacke wirklich schon kaputt ist, oder die Lieblingsjeans Löcher bekommt. Oder, weil z.B. ein Anzug für einen Anlass wie eine Hochzeit gesucht wird. Wobei wir prinzipiell nicht so in der Anzug-Zeit sind."
„Niemand will sich von der Mode mehr einengen lassen." Michaela Urszovics, Casa Moda St. Pölten
Welche modischen Trends erlebt ihr denn aktuell?
Peter: „Bei Ballmode und Hochzeiten steht der Anzug zwar nach wie vor hoch im Kurs. Ansonsten tragen Herren heute statt Anzug eher Sakko und Hose, es darf auch bei gehobenerem Anlass eher legère sein. Nicht mal Banker tragen in den allermeisten Fällen heute Anzüge. Und unter dem Sakko gern mit Strickpolo statt Hemd, das ist dann übrigens auch heuer im Sommer der Renner."
Michaela: „Lieber casual sporty, das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Bei den Damen sind die Hosenanzüge ein bisschen zurückgegangen, es ist alles haptisch weicher geworden. Es zählen heute Haptik, Qualität - und dass es waschbar ist! Am wichtigsten außerdem: Gemütlich! Jede Kleidung muss gemütlich sein. Sie kann ruhig sehr angezogen wirken, aber muss am Körper bequem sein. Niemand will sich mehr einengen lassen."
Wie aufgeschlossen ist die St. Pöltner Kundschaft für modische Veränderungen?
Michaela: „Immer mehr Damen sind durchaus offen für z.B. die weite Hose anstatt der gewohnten schmalen. Hier inspiriere ich auch zum Ausprobieren. Gerade weite Hosen etwa passen wirklich jeder Frau jeder Größe und Statur. Oder Bundfalten: Sie sind heute so heruntergenäht, dass sie nicht auftragen, einfach super gemacht. Bei Damen und Herren gleichermaßen wird das Sakko länger. Und das wird auch angenommen und gerne getragen. Bei den Farben war es bei meiner weiblichen St. Pöltner Kundschaft 2025 erstmals so, dass die Damen die Modefarben total akzeptiert haben! Weinrot und braun - das war früher ein Nogo. Das zieht sich übrigens auch in den heurigen Sommer 2026 hinein - mit diesen Braun-, Beige- und Nude-Tönen."
„Bei uns geht niemand nach Hause mit etwas, das wir ihm aufs Aug gepresst haben." Peter Urszovics, Casa Moda St. Pölten
Wie bildet ihr euch in eurer stylishen Branche weiter?
Michaela: „Natürlich gibt es Branchen-Medien, in denen wir uns selbstverständlich laufend informieren. Generell aber bildest du dich bei uns am Kunden, an der Kundin weiter! Es ist definitiv so, die Ohren sehr weit offen haben zu müssen, was die Kund:innen wollen. Bei den jungen Menschen boomen ja Onlineshopping und Blackfriday-Angebote. Deswegen wächst unsere Kundschaft mit uns, wird mit uns älter. Hier musst du dranbleiben! Unsere Weiterbildung bedeutet nicht, zu wissen: Was ist der beste Modetrend, den es aktuell gibt? Sondern: Was ist der beste Modetrend, den es aktuell gibt - für meinen Kunden, meine Kundin? Weil: Meine Kundin wird nicht die zerfetzte Jeans im Palazzo-Stil tragen."
Peter: „Unsere Kundenschicht bewegt sich zwischen 35 und 75 Jahren. Und so mancher Fünfundsiebzigjährige ist dann übrigens aber - in seinem Stil und Trend, der wirklich zu ihm passt - modischer gekleidet als ein so mancher um Jahrzehnte jüngerer Mann ..."
Michaela: „Wir sehen uns nicht als Verkäufer:innen, sondern als Berater:innen. Wenn eine Kundin keine Muster mag oder spezielle Formen, respektiere ich das natürlich. Aber oft merke ich gleich, dass Offenheit zum Experimentieren da ist. Dann kommt es gar nicht selten vor, dass die Kundin dann in einer Hose, die sie sich vorher niemals an sich hätte vorstellen können, vor dem Spiegel steht - und verwundert ist, wie gut ihr dieser Schnitt passt. Wenn sie dann glücklich rausgeht und sagt, 'wow, ich hab' jetzt wirklich einen coolen, neuen Style', dann sind das natürlich auch unsere Erfolgserlebnisse!"
Peter: „Bei uns geht niemand nach Hause mit etwas, das wir ihm aufs Aug gepresst haben. Vielmehr sollen unsere Kund:innen, wenn sie zu Hause ihr neues Teil aus dem Seidenpapier herausnehmen, glücklich sein, dass sie etwas so individuell Perfektes für sich gefunden haben."
Michaela: „Genau! Weil auch nach über einem Jahrzehnt in der Modebranche ist das Schönste für mich nach wie vor, wenn ich sehe, wie die Leute strahlen, weil sie ihr Geld für sich - für ihr Wohlbefinden, ihr Selbstbewusstsein, ihren Auftritt - gut investiert haben. Dass sie wirkliche Freude an ihrem Geschenk an sich selbst haben."
Meine letzte Frage betrifft euren schönen Platz am Rathausplatz. Wie schätzt ihr diesen ein?
Michaela: „Dank des wirklich wunderbaren Gastronomie-Angebots - wo wir im Sommer ein direkt mediterranes Flair genießen - und die Autofreiheit ist der Rathausplatz mittlerweile eine wirkliche Bestlage. Wir mögen den Standort sehr."
Casa Moda St. Pölten
Rathausplatz 18, 3100 St. Pölten
Öffnungszeiten:
MO bis FR 9:30 – 18:00 Uhr
SA 9:30 – 17:00 Uhr
Casa Moda Website
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(Althea Karoline Müller)