Die markante Geländestufe am Ostrand der Stadt St. Pölten, genannt der östliche Wagram, beherbergt im Bereich von Stattersdorf die letzten, größeren Offenland-Flächen am Wagram im Stadtgebiet. Sie stellen wertvolle Lebensräume sowohl für selten gewordene Tier- als auch Pflanzenarten, beispielsweise aus dem Bereich der Halbtrockenrasen, dar.
Seit dem Jahr 2021 werden dort im Auftrag der Stadt und beraten durch die Forschungsgemeinschaft LANIUS im jährlichen Rhythmus Pflegemaßnahmen vorgenommen. Somit konnte zu einer schon seit Jahren sichtbaren und weiteren kontinuierlichen Strukturverbesserung mit Aufwertung des Biotops beigetragen werden. „Nach einem Lokalaugenschein zum Zustand der Flächen, wurde auf Basis einer fachlichen Einschätzung auch heuer, trotz Sommerdürre, die Mahd empfohlen, um das Wiesen-Biotop weiter aufzuwerten und aufkommende Gehölze zu dezimieren", erklärt Ökologe Roman Portisch von der Forschungsgemeinschaft LANIUS.
Die Teilflächen des Biotops gehören der Stadt St. Pölten und kleine Parzellen verschiedenen Privatpersonen, deren Zustimmung für die Biotoppflege eingeholt wurde. Beauftragt durch den Magistrat St. Pölten, Stabsabteilung Zukunftsentwicklung, Wirtschaft und Marketing/Wirtschaftsservice Ecopoint in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei nach dem Konzept der Forschungsgemeinschaft LANIUS, in Abstimmung mit der Firma Buder KG Garten- und Landschaftspflege, wurden Ende August die Mäharbeiten, sowie Anfang September das Abrechen der Flächen und der Abtransport des Schnittgutes vorgenommen.