Allerheiligen & Allerseelen

Ort des Gedenkens, der Ruhe und der Natur

Wenn sich die Gräber rund um Allerheiligen mit Blumen, Gestecken und Kerzen schmücken, wird die besondere Bedeutung des Friedhofs spürbar.

Grab mit Kreuz am Hauptfriedhof St. Pölten. (Foto: Josef Bollwein)
Ein Ort des Gedenkens, der Ruhe und der Natur – der Hauptfriedhof St. Pölten vereint viele Facetten. (Foto: Josef Bollwein)

Rund um Allerheiligen rücken die Friedhöfe als Orte des Erinnerns und Innehaltens besonders in den Mittelpunkt. Der Hauptfriedhof St. Pölten bietet Raum für Abschied und Trauer, ist aber auch ein Ort der Erholung, der Kraft und der Begegnung mit der Natur. Der TrauerRaum der Caritas schafft zusätzliche Möglichkeiten, sich mit Verlust und Erinnerung auseinanderzusetzen.

TrauerRaum: Zeit für Erinnerung und Trost

Der Umgang mit Verlust ist individuell und braucht Zeit. Mit dem TrauerRaum bietet die Caritas Menschen, die einen geliebten Menschen verloren haben, rund um Allerheiligen einen Ort, an dem sie ihrer Trauer Ausdruck verleihen können.

Von 30. Oktober bis 2. November 2026 ist der TrauerRaum täglich von 10 bis 19 Uhr in der Zeremonienhalle 2 am Hauptfriedhof St. Pölten geöffnet. Das Angebot wird von der Kompetenzstelle Trauer in Zusammenarbeit mit dem Mobilen Hospizdienst der Caritas, der Telefonseelsorge und der städtischen Bestattung organisiert.

An verschiedenen Stationen können Besucher:innen in Stille innehalten, sich erinnern und stärkende Gedanken mitnehmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, persönliche Gespräche mit Trauerbegleiter:innen zu führen. Der TrauerRaum soll einen geschützten Rahmen bieten, in dem unterschiedliche Gefühle ihren Platz haben und Menschen mit ihrer Trauer nicht allein bleiben.

trauerraumDer "TrauerRaum" wird liebevoll eingerichtet und bietet Platz für die Trauerbewältigung. (Foto: Dzemila Zupani)

Ein Ort, um Kraft zu schöpfen

Die Bedeutung des Friedhofs hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, er ist längst nicht mehr ausschließlich ein Ort der Trauer. Der parkähnliche Charakter des Hauptfriedhofs macht ihn zu einem besonderen Ort innerhalb der Stadt. Manche Menschen suchen hier die Nähe zu verstorbenen Angehörigen, andere genießen die Stille oder nutzen den Friedhof als Rückzugsort, um neue Kraft zu schöpfen. Seine Wege und stillen Plätze laden dazu ein, innezuhalten und Abstand vom hektischen Alltag zu gewinnen. Bäume und Sträucher bieten Vögeln Schutz und Nahrung, während Grünflächen und naturnahe Bereiche weiteren Tieren Lebensraum bieten. Das Zwitschern der Vögel, das Rascheln der Blätter und die jahreszeitlichen Veränderungen machen die Natur hier auf besondere Weise erlebbar.

sk10 14 15 friedhof 2Naturraum Friedhof: Mehr als 1.000 Bäume, 35 Vogelarten und verschiedenste Tiere sind hier zu finden. (Foto: Josef Bollwein)

Vielfältige Formen des Gedenkens

Die Städtische Bestattung St. Pölten feiert 2026 ihr 115-jähriges Bestehen und steht seit jeher für verlässliche und würdevolle Begleitung in schweren Zeiten. Im Wandel der Zeit verändert sich auch die Bestattungskultur. Neben klassischen Erdgräbern haben Urnenbestattungen an Bedeutung gewonnen. In St. Pölten stehen dafür unterschiedliche Bestattungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählt auch die „Wiese der Erinnerung“ am Hauptfriedhof, die eine naturnahe Form der Urnenbestattung ermöglicht.

wiese der erinnerungDie „Wiese der Erinnerung“ bietet eine neue Bestattungsmöglichkeit für Urnen. (Foto: Josef Bollwein)

Seit dem Jahr 2000 werden am Hauptfriedhof St. Pölten Sternenkinder beigesetzt und Gedenkfeiern zu ihren Ehren abgehalten. 2024 wurde eine eigene Sternenkinder-Grabstätte angelegt.

Dass sich auch die Friedhofspflege mit der Zeit weiterentwickelt, zeigt ein neuer Roboter, der seit 2026 die Friedhofsgärtner:innen unterstützt. Besonders im heißen Sommer war er mit der Bewässerung der Grünflächen im Dauereinsatz.

Digitaler Grabfinder

Damit Besucher:innen die gesuchten Grabstätten auf den Friedhöfen der Landeshauptstadt ganz einfach finden, steht der digitale Grabfinder unter www.bestattung-stpoelten.at/graebersuche zur Verfügung.

Die schlanke Verwaltungsstadt  

Der Masterplan stp*25|50 stellt die Bürger/innen und Konsenswerber ins Zentrum: Das beginnt im Mindset und geht über die Optimierung und Digitalisierung behördlicher Abläufe hin zum Verfahrensexpress. (mehr dazu)