Internationale Vernetzung

US-Studierende erkundeten jüdische Geschichte St. Pöltens

Eine Studierendengruppe der University of Southern California besuchte die Landeshauptstadt auf Einladung des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST) und erkundete bedeutende Orte jüdischer Geschichte. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von der Offenheit der Stadt sowie der Sichtbarkeit der historischen Vielfalt.

Dr. Martha Keil führte die Studierenden durch die Ehemalige Synagoge. (Foto: INJOEST/privat)
Dr. Martha Keil führte die Studierenden durch die Ehemalige Synagoge. (Foto: INJOEST/privat)

Ende Mai durfte das Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST) eine besondere internationale Besuchergruppe in St. Pölten begrüßen: Der Historiker Prof. Paul Lerner von der University of Southern California in Los Angeles besuchte gemeinsam mit seinen Studierenden die niederösterreichische Landeshauptstadt. Die elfköpfige Gruppe hält sich im Rahmen einer zweiwöchigen Exkursion in Wien auf und nutzte auf Einladung von Prof. Philipp Lenhard, dem neuen wissenschaftlichen Leiter des INJOEST, die Gelegenheit, einen Tag in St. Pölten zu verbringen.

Auf dem Programm stand zunächst eine Führung durch die Ehemalige Synagoge, die von Dr. Martha Keil geleitet wurde. Dabei erhielten die Gäste Einblicke in die jüdische Geschichte der Stadt sowie in die Bedeutung des Hauses als Erinnerungs- und Bildungsort.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen auf dem Rathausplatz bei strahlendem Sonnenschein setzte die Gruppe ihren Besuch fort. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Christoph Lind erkundeten die Studierenden und ihr Professor den neuen jüdischen Friedhof und erfuhren mehr über die Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in St. Pölten.

INJOEST setzt verstärkt auf Ausstausch und Vernetzung

Prof. Philipp Lenhard zog ein äußerst positives Resümee des Besuchs: „Sowohl die Studierenden als auch mein amerikanischer Kollege waren von der offenen Atmosphäre der Stadt, von der Reichhaltigkeit und Sichtbarkeit ihrer Geschichte angetan. Für viele der Studierenden ist das der erste Aufenthalt in Europa in ihrem Leben. Umso schöner, dass der Besuch in St. Pölten gleich ein so positives Erlebnis für sie war.“

Der Besuch unterstreicht die Bestrebungen des INJOEST, seine internationale Sichtbarkeit und Vernetzung in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Dazu zählen insbesondere der Austausch mit Wissenschaftler sowie Besuche von Studierenden aus aller Welt, die neue Perspektiven auf die österreichische und europäische Geschichte eröffnen und den internationalen wissenschaftlichen Dialog fördern.

Die lernende Stadt

Mehr Bildungsplätze als Hauptwohnsitze: St. Pölten ist „Bildungshauptstadt“. Der Masterplan stp*25|50 schärft Profil und Perspektiven des Bildungsstandorts. (mehr dazu)