„Creating Clean Cycles“ ist die Mission, die die beiden Brantner-Geschäftsführer Josef Scheidl und Reinhard Grießler den Gästen eindrücklich erklärten: So viele Wertstoffe wie möglich sollen im Kreislauf gehalten werden, um Primärressourcen zu schonen und den CO2-Verbrauch spürbar zu senken. Brantner hat dazu die Restmüllverwertung evolutioniert und gewinnt aus den Restmüllrückständen industrielle Gesteinskörnung zur Betonbeimischung oder verwandelt Glasscherben wieder in Verpackungsglas, wie Josef Scheidl klar verständlich mit einem Flascherl Jägermeister demonstrierte: "Der Müll wird wieder ein Produkt. Das macht nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch Sinn."
Wertvoller Müll
Die vielseitigen Tätigkeiten eines Kreislaufwirtschaftsunternehmens gehen über die reine Müllentsorgung weit hinaus, wie die Gäste bei einem Rundgang erfuhren. Zu sehen war auch einer von 13 neuen E-Lkws, die derzeit die größte Flotte der österreichischen Kreislaufwirtschaft bilden und der Störstoffscanner, der in jeder Mülltonne erkennt, was nicht hineingehört, "also die Schweinderl entdeckt", wie St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler schlussfolgerte: „Sensationell, was man aus Müll alles machen kann. Ich appelliere an die Bevölkerung, sorgsam mit diesem Wertstoff umzugehen. Brantner macht uns das in vielfacher Weise bewusst."
Müll wird Alu und Glas
Wird Restmüll verbrannt, bleibt Schlacke zurück. Brantner holt zum Beispiel kleinste Metalle in der Dicke eines menschlichen Haares aus der Schlacke und verwertet so etwa 80 % der entstandenen Aschen und Schlacken. Die Metalle können wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Dadurch können pro Tonne recyceltem Aluminium bis zu 95 Prozent Energie gegenüber Primäraluminium eingespart werden. Oder: Schlacke enthält bis zu 30 Prozent Glasanteil. Brantners GLASY Anlage kann selbst feinste Glaspartikel, daraus separieren und so bis zu 20.000 Tonnen Glas in den Wertstoffkreislauf zurückführen.
Innovative Zusammenarbeit
Matthias Stadler und der Kremser Bürgermeister Peter Molnar betonten gemeinsam mit Robert Siedl vom Kremser Wirtschaftsbeirat und Josef Scheidl, wie wichtig Dialog und Austausch sind – über Bezirksgrenzen und Branchen hinweg. "Damit alle Räder ineinander greifen, ist ein Zusammenrücken und die Einbeziehung aller wesentlichen Akteure unerlässlich“, so Josef Scheidl. „Die Kooperation zwischen Krems, St. Pölten und Brantner ist sehr gut. Wir sind stolz freuen uns auf weitere innovative Zusammenarbeit”, unterstrich Peter Molnar die fruchtbare Zusammenarbeit im niederösterreichischen Zentralraum.
40er-Wein zum Netzwerken
Wasser floss in Strömen beim Meet & Greet-Plaudern an diesem heißen Abend — aber natürlich wurde auch der Vierziger ausgeschenkt, der heurige Hauptstadtwein, gekeltert von den Winzern Krems. Für das stärkende Buffet sorgte Eventcaterer Franky Edlinger, für kühlenden Luftstrom die Werbefächer von Brantner.