Viele klimafreundliche Handlungen im Alltag scheitern nicht am Willen, sondern an konkreten Impulsen oder fehlenden Anreizen. Dabei sind gerade viele kleine Beiträge von Bürger*innen und Mitarbeiter*innen entscheidend, um Klimaziele zu erreichen. Genau hier setzt die App „Erika“ an: Sie unterstützt klimabewusstes Verhalten spielerisch, alltagsnah und niederschwellig und steht ab sofort Gemeinden und Unternehmen kostenlos zur Verfügung.
Jetzt nutzen: Gemeinden und Unternehmen als Multiplikator*innen gefragt
„Erika“ richtet sich gezielt an Organisationen, die viele Menschen erreichen: Gemeinden und Unternehmen sind eingeladen, die App in ihre bestehenden Strukturen zu integrieren und so klimafreundliches Verhalten aktiv zu fördern.
„Mit Erika helfen wir Menschen, Herausforderungen im Alltag zu bewältigen und klimafreundliches Handeln in das tägliche Leben zu integrieren. Kleine Aktionen werden sichtbar gemacht und belohnt. Jede Institution kann selbst über die Anreize für ihre Zielgruppe entscheiden, wie zum Beispiel Gutscheine für regionale Produkte“, erklärt Projektleiter Gernot Rottermanner vom Institut für Creative\Media/Technologies der USTP.
Spielerisch motivieren, nachhaltig wirken
Die App setzt auf Gamification-Elemente: Nutzer*innen sammeln durch klimafreundliche Aktivitäten Punkte, die sie dann entsprechend der Belohnungen in der App einlösen können. So entsteht ein direkter Bezug zwischen nachhaltigem Verhalten und konkreten Vorteilen im Alltag.
„Digitale Technologien sind ein effektiver Hebel zur Förderung von klimafreundlichem Verhalten. Unsere mobile Anwendung Erika ist als Service konzipiert, der informiert, motiviert und kontextabhängig belohnt“, so Rottermanner weiter.
Open Source: einfach integrierbar
Erika wird als Open-Source-Lösung bereitgestellt und kann von Gemeinden und Unternehmen auf eigenen Servern betrieben werden. Dadurch ist eine flexible, sichere und zielgruppenspezifische Nutzung möglich.
Erfolgreicher Praxistest in der Modellregion Waidhofen
Die App wurde im Rahmen einer mehrmonatigen Pilotstudie in der Region Waidhofen an der Ybbs getestet. Entwickelt wurde sie von der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten gemeinsam mit der Technischen Universität Wien, der HTL Waidhofen sowie der Stadt Waidhofen. Die Arbeiterkammer Niederösterreich fördert das Vorhaben.
Erika wurde in die bestehende Waidhofen-App integriert und macht bereits vorhandene Klimaschutzaktivitäten sichtbarer.