Die schlanke Verwaltungsstadt  

Bundesweite Finanzsituation setzt auch St. Pölten unter Druck

Unzählige Gemeinden im Land können nicht mehr ausgeglichen budgetieren. Die Landeshauptstadt wird den Konsolidierungsweg weiter beschreiten und bis Mai umfassende Maßnahmen ausarbeiten.

Bild vom Rathaus St. Pölten. (Foto: Kalteis)
Die angespannte Budget- und Wirtschaftslage sorgt auch in der Landeshauptstadt für Handlungsbedarf: Ein Konsolidierungskonzept wird ausgearbeitet. (Foto: Kalteis)

Von der Landesregierung langte Ende Jänner ein Schreiben beim Magisrat ein, in dem die Erstellung eines Haushaltskonsolidierungskonzepts gefordert wird. In St. Pölten wurde Konsolidierungs-Weg bereits im Vorjahr begonnen: „So konnten wir in vielen Bereichen bis zu 25 Prozent Einsparungen erzielen. Ein weiterer Schritt war die Struktur-Effizienz im Zuge der bereits erfolgten neuen Geschäftseinteilung. Wir in St. Pölten werden nicht bei Leistungen sparen, die die Bürger unmittelbar betreffen bzw. ihnen schaden würden. Wir haben im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden in der Vergangenheit Rücklagen gebildet und einige Millionen an Geldreserven“, hält Bürgermeister Matthias Stadler fest.

St. Pöltens Finanzdirektor Thomas Wolfsberger weiß: „Beginnend mit dem Jahr 2023 befindet sich ganz Österreich in einer Rezession. Trotz teilweiser hoher Inflation sanken die Einnahmen.“ Das führt laut Stadler dazu, dass fast die Hälfte aller Gemeinden im Land inzwischen ohne Hilfe nicht mehr ausgeglichen budgetieren könne. Er ergänzt: „Der Grund für diese Situation ist vor allem den niedrigen Ertragsanteilen vom Bund sowie den hohen Umlagenzahlungen an das Land geschuldet. Beide budgetieren mit einem satten Minus, die Rechnung müssen nun alle Österreicher:innen zahlen.“

Wie es weiter geht

Auf Basis der bereits gesetzten Maßnahmen wird die Gesamtsituation nun im Detail analysiert und mit Hilfe von Experten ein umfangreicher Konsolidierungsprozess gestartet. „Das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung - hat sich hier als kompetenter Partner etabliert, welcher auch andere Städte auf diesem Weg begleitet“, hält Thomas Wolfsberger fest. Gemeinsam mit dem Städtebund hat er eine österreichweite Benchmarking-Studie auf die Beine gestellt, die einzelne Städte und deren Leistungen sowie die Aufwendungen dafür gegenüberstellt. „Auch die Ergebnisse daraus sollen natürlich bei uns einfließen, ebenso wie die Digitalisierung eine noch größere Rolle bei der Kosteneffizienz spielen kann“, so Wolfsberger.

Nach einer Informationsveranstaltung für alle politischen Mandatar:innen innerhalb der nächsten zwei Wochen soll eine Steuerungsgruppe innerhalb des Finanzausschusses unter Beteiligung aller politischen Fraktionen mit Stimmrecht gebildet werden, wobei die Entscheidungen durch Abstimmung mit einfacher Mehrheit gefällt werden sollen.

Interne Arbeitsgruppen unter der Leitung des Magistratsdirektors bzw. des Finanzdirektors durchleuchten die Abteilungen und Geschäftsbereiche und involvieren deren Leiter:innen. Bis Ende Mai sollen die wesentlichsten Maßnahmen ausgearbeitet werden, wobei als Ziel eine mittelfristige, strukturelle Einsparung im zweistelligen Millionenbereich gilt.

Die schlanke Verwaltungsstadt  

Der Masterplan stp*25|50 stellt die Bürger/innen und Konsenswerber ins Zentrum: Das beginnt im Mindset und geht über die Optimierung und Digitalisierung behördlicher Abläufe hin zum Verfahrensexpress. (mehr dazu)
×
Foto: Arman Kalteis
Bürgerservice Info

Feiertags-Öffnungszeiten

Das Bürgerservice-Team ist auch zwischen den Feiertagen für Sie da, am 23. und 30. Dezember bis 15 Uhr, an den anderen Tagen zu den normalen Öffnungszeiten. Am 24., 25., 26. und 31. Dezember, sowie am 1. und 6. Jänner bleibt das Rathaus geschlossen und es findet kein Parteienverkehr statt.

Des Weiteren ist an diesen Tagen auch das Tourismus- und Marketingservice am Rathausplatz geschlossen. Ansonsten gelten im Tourismusbüro die Öffnungszeiten wie auf der Webseite ersichtlich: www.stpoeltentourismus.at/kontakt

Wir wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest mit Ihren Liebsten!