In der Langen Nacht gibt es im Stadtmuseum, der Ehemaligen Synagoge, dem Haus der Geschichte und dem Haus für Natur des Museums Niederösterreich, im Museum am Dom, im NÖDOK sowie im Museum im Hof jede Menge Programm für geschichtsinteressiertes, naturbegeistertes und kunstaffines Publikum sowie Familien.
Stadtmuseum St. Pölten
Das Stadtmuseum St. Pölten lädt zu einer besonderen Reise durch die Geschichte der Stadt ein. Das abwechslungsreiche Programm bietet Besucher:innen die Möglichkeit, Historisches auf neue und spannende Weise zu erleben.
Den Auftakt macht von 17.30 bis 19 Uhr die Familienstation „Kreativ durch die Nacht!“. Dabei kann man historisches Handwerk entdecken, selbst kreativ werden und in der Museumswerkstatt ein eigenes Museumsstück gestalten.
Von 18 bis 20 Uhr lädt das VR-Projekt „Historia Virtualis“ zu einer Zeitreise ins römische St. Pölten ein. Mit der Virtual-Reality-Brille gilt es, dem Statthalter Brot für seine Gäste aus Rom zu backen und gemeinsam Rätsel wie in einem Escape Room zu lösen. Das Angebot richtet sich an Besucher:innen ab 13 Jahren und wurde von Studierenden der USTP entwickelt.
Um 19 Uhr startet die Taschenlampen-Tour durch die neue Stadtgeschichte-Ausstellung. Die spannende Entdeckungsreise richtet sich an Kinder und Abenteuerlustige jeden Alters. Taschenlampe nicht vergessen!
Um 20 Uhr berichtet der Archäologe Stefan Fuchs-Sommer von der Stadtarchäologie unter dem Titel „Neues aus dem (Museums-)Untergrund – Die Ausgrabung im Karmeliterinnenhof“ von aktuellen Grabungen in der Innenstadt.
Um 21 Uhr folgt ein geführter Rundgang „Stadtgeschichte neu“ und „Ein Haus stellt sich aus“. Um 22 Uhr steht schließlich der geführte Rundgang „Blick in den Schatten. St. Pölten und der Nationalsozialismus kompakt“ auf dem Programm.
Alle Infos unter www.stadtmuseum-stp.at
NÖDOK
Das Niederösterreichische Dokumentationszentrum für moderne Kunst (NÖDOK) in St. Pölten fördert und präsentiert zeitgenössische Kunst. Seit 1978 im historischen Karmeliterhof, dokumentiert es das künstlerische Schaffen des 20. und 21. Jahrhunderts mit rund 4.000 Biografien. Das NÖDOK zeigt Einzel- und Gruppenausstellungen zu aktuellen Themen und bietet Vermittlungsprogramme zur Förderung des Kunstverständnisses. Die in ihrer Gesamtheit 466 m² großen Räume bieten einen hochwertigen Rahmen.
In der fünften von sechs Ausstellungen 2026 zeigt das NÖDOK mit „Textil & Struktur“ Arbeiten von 16 Künstler:innen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Textil, Stoff, Faden und Struktur beschäftigen. Zu sehen sind neben textilen Objekten und Wandarbeiten auch Videos und Zeichnungen.
Von 18 bis 21 Uhr kann die Ausstellung bei „Textil & Struktur erleben – Rundgang und Blitz-Workshops“ entdeckt werden. Wie wird aus Stoff Kunst? Welche Geschichten erzählen Fäden, Muster und Strukturen? Bei einem Rundgang mit Kuratorin Frenzi Rigling durch die Ausstellung „Textil & Struktur“ entdecken Besucher vielfältige künstlerische Positionen zwischen textilem Objekt, Zeichnung, Video und Installation. Im Anschluss laden Künstlerinnen und Künstler in kurzen Blitz-Workshops Erwachsene zum kreativen Ausprobieren ein.
Alle Infos unter www.noedok.at
Museum Niederösterreich
Haus der Geschichte
Das Haus der Geschichte lädt zu einer faszinierenden Reise durch 10.000 Jahre Menschheitsgeschichte. In der Ausstellung „Kinder des Krieges – Aufwachsen zwischen 1938 und 1955“ erzählen Zeitzeug:innen Geschichten von Krieg, Besatzung und Aufbruch.
Von 19 bis 19.50 Uhr führt ein Kulturvermittler durch die Ausstellung „Kinder des Krieges – Aufwachsen zwischen 1938 und 1955“.
Von 21 bis 21.50 Uhr steht eine Führung durch das Haus der Geschichte auf dem Programm.
Haus der Natur
Im Haus für Natur bestaunen die Besucher:innen bei einem Spaziergang durch die Lebensräume Niederösterreichs über 40 lebende Tierarten von Welsen bis zu Feuersalamandern. Die Ausstellung „Tiere der Nacht“ beleuchtet die erstaunlichen Strategien von Lebewesen in der lichtarmen Zeit.
Von 18 bis 21.30 Uhr lädt die Mitmachstation „Stimmen der Wildnis – Tiere der Nacht“ zum Tierstimmenquiz ein.
Bei der Mikroshow von 18.15 bis 18.45 Uhr wird mikroskopisch kleine Natur zum Leinwandstar. Ein Naturvermittler überträgt die Beobachtungen aus dem Mikroskop in vielfacher Vergrößerung live auf die große Leinwand.
Von 20 bis 20.50 Uhr entführt ein Naturvermittler bei der Führung „Tiere der Nacht“ in die faszinierende Welt der Tiere und Pflanzen in der lichtarmen Zeit.
Alle Infos unter www.museumnoe.at
Ehemalige Synagoge
In der Ehemaligen Synagoge erwartet die Besucher:innen ein abwechslungsreiches Programm rund um Geschichte, jüdisches Leben und Kulturvermittlung.
Von 18 bis 21 Uhr lädt die Kreativstation „Prächtige Muster und Farben“ dazu ein, sich vom Gebäude und seinen prachtvollen Wandmalereien inspirieren zu lassen und eine eigene Tasche mit farbenfrohen Ornamenten zu gestalten.
Von 18 bis 22 Uhr stehen fachkundige Kulturvermittler:innen für Fragen zum Haus und zu den Ausstellungen zur Verfügung.
Um 19.30 Uhr, 21 Uhr und 22.30 Uhr gibt es die mobile Forschungsstation „Entdecke zwei St. Pöltner Synagogen virtuell“. Jüdische Beträume gibt es in St. Pölten seit 1851. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen ist es erstmals möglich, den Bau des ersten Gotteshauses von 1885 zu besuchen und auch einen Eindruck vom ursprünglichen Aussehen des Innenraums des heutigen Synagogengebäudes zu gewinnen. Die virtuelle Reise in die Vergangenheit wird von Expert:innen betreut und begleitet – mit Herbert Peter und Katharina Wolf-Scholz von der Akademie der bildenden Künste Wien sowie dem St. Pöltner Stadtarchäologen Ronald Risy.
Von 19 bis 23 Uhr lädt die ständige Forschungsstation „Finde deine jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn“ dazu ein, gemeinsam mit Historiker:innen den Spuren jüdischer Menschen nachzuforschen, die bis 1938 in vielen österreichischen Dörfern, Gemeinden und Städten lebten und vor ihrer Vertreibung Spuren in ihrer Heimat hinterlassen haben. Mit dabei sind Merle Bieber, Max Dietrich und Christoph Lind vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs.
Um 20 Uhr führt die Veranstaltung „Einblicke zum Synagogenraum und zu den Ausstellungen“ durch die Wechselausstellung „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“ und die Dauerpräsentation zur Geschichte des Hauses und der ehemaligen vernichteten jüdischen Gemeinde St. Pöltens.
Alle Infos unter www.ehemalige-synagoge.at
Museum am Dom
Im Museum am Dom wird es bunt. Neben der Jahresschau „SCHICHT UM SCHICHT. Spätgotische Kunst im Farbwandel“ sind auch die Dauerausstellung und der ehemalige Luftschutzkeller zugänglich. Treffpunkt für die Programmpunkte ist jeweils beim Museumseingang im Erdgeschoss.
Von 18 bis 23 Uhr können bei „Farbzauber im Mittelalter“ gotische Fenster als Ausmalbilder bunt gestaltet werden – für Groß und Klein.
Von 18 bis 18.45 Uhr führt die Veranstaltung „SCHICHT UM SCHICHT“ in die Farbsymbolik der Spätgotik ein.
Von 19 bis 19.45 Uhr lädt Generalvikar Christoph Weiss bei „MAMMA MIA – Andachtsimpuls“ dazu ein, mittelalterliche Madonnen spirituell zu erleben.
Von 20 bis 21 Uhr steht der Workshop „Gotik zum Anrühren“ auf dem Programm. Dabei wird mit Eitempera gemalt – wie im Mittelalter.
Von 21 bis 21.45 Uhr widmet sich der Vortrag „KUNST, KRIEG, KELLER“ gotischen Kunstwerken in den Gefahren des Zweiten Weltkrieges.
Den Abschluss bildet von 22 bis 22.30 Uhr eine Führung im neuen Schaudepot mit einem Blick in das ehemalige Kaiseroratorium – vom Stauraum zum Schauraum.
Alle Infos unter www.museumamdom.at
Museum im Hof – bewegte Zeiten
Das Museum im Hof – bewegte Zeiten – Museum für Geschichte der Arbeiterbewegung im Raum St. Pölten liegt im wunderschönen Hof eines Barockhauses und vermittelt einen anschaulichen Überblick über die Geschichte und die Kämpfe der Arbeiterbewegung mit besonderer Berücksichtigung der Ereignisse in Stadt und Bezirk St. Pölten.
Neben umfangreichem Bild-, Text- und Videomaterial befinden sich wertvolle Originalexponate in der Ausstellung. Besondere Highlights sind ein originaler Anzug von Bundeskanzler Bruno Kreisky und eine von Rosa Jochmann im KZ Ravensbrück selbst hergestellte Puppe, für die sie mangels anderer Möglichkeiten ihr eigenes Haar verwendete.
Tickets und weitere Infos
Tickets und weitere Informationen erhalten Sie direkt an der Museumskassa sowie unter den jeweiligen Websites der teilnehmenden Museen. Nähere Infos zur Langen Nacht unter www.langenacht.orf.at