Seit 1982 begleitet Emmaus Menschen in schwierigen Lebenssituationen und eröffnet ihnen neue Perspektiven. Was als Initiative von Karl „Charly“ Rottenschlager begann, ist heute eine vielfältige soziale Organisation mit neun Standorten in St. Pölten. Wohnhäuser, Tageszentren, Beratung sowie Arbeits- und Beschäftigungsangebote bilden ein Netzwerk, das Menschen auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt.
Plattform-Obmann-Stellvertreter Markus Mayer, der sich augenzwinkernd selbst als „Vereinsmayer“ bezeichnete, übernahm charmant die Eröffnungsworte. Obmann Alfred Brader und Geschäftsführerin Petra Brandhuber gaben gemeinsam mit ihrem Team Einblicke in die Arbeit von Emmaus und stellten auch ihre Partner Christoph Endres und Andreas Schuller vor. Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Mitarbeiter:innen, die täglich dafür sorgen, dass Unterstützung auf Augenhöhe möglich wird.
Emmaus kennenlernen
Bei einem Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Emmausgemeinschaft – vom Tageszentrum über sozialökonomische Betriebe bis hin zu den Werkstätten. Im Andachtsraum wurde außerdem die Geschichte von Emmaus erzählt. Der Name geht auf den biblischen Ort Emmaus (ca. 10 km von Jerusalem) zurück, der für Aufbruch, Begegnung und einen neuen Weg steht – ein Gedanke, der bis heute gut zur Arbeit der Gemeinschaft passt.
Besonders eindrucksvoll war dabei das persönliche Kennenlernen des multiprofessionellen Teams und jener Menschen, die bei Emmaus Unterstützung, Beschäftigung und neue Perspektiven finden.
Gemeinsam anpacken: Corporate Volunteering
Ein Thema, das beim anschließenden Netzwerken auf besonderes Interesse stieß, war das Corporate Volunteering. Unternehmen können sich mit ihren Mitarbeiter als Team einen Tag lang bei Emmaus engagieren und dabei ganz unmittelbar soziale Verantwortung übernehmen.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: vom gemeinsamen Kochen über Reparatur- und handwerkliche Tätigkeiten bis hin zu Gartenarbeiten. Für Mitarbeiter bedeutet das nicht nur, etwas Sinnvolles zu tun, sondern auch eine andere Lebenswelt kennenzulernen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Vielleicht ist ein gemeinsamer Emmaus-Einsatztag ja auch eine besondere Idee für ein Team-Event oder ein Weihnachtsgeschenk an Mitarbeiter:innen – weniger zum Auspacken, dafür mit nachhaltigem Wert.
Zahlen, die die Arbeit sichtbar machen
Die Dimension der Arbeit von Emmaus zeigen auch einige Zahlen: 176 Mitarbeiter, 86 Ehrenamtliche und 29 Zivildiener engagieren sich an neun Standorten in St. Pölten. In den Wohnhäusern wurden zuletzt mehr als 30.000 Nächtigungen verzeichnet. Seit 1995 haben bereits mehr als eine Million Menschen in den Wohnhäusern der Emmausgemeinschaft übernachtet.
Zum Abschluss blieb vor allem eines: Zeit für Gespräche, neue Kontakte und die eine oder andere Idee für zukünftige Zusammenarbeit.
Auch kulinarisch stand der Abend ganz im Zeichen von Emmaus: Brötchen aus dem Frauen-Wohnhaus, Hauptstadtwein, Säfte, Wasser und Egger Bier sorgten für die passende Begleitung zum Netzwerken.
Ein Meet & Greet, das gezeigt hat: Begegnungen können Türen öffnen – und manchmal auch den Blick auf eine ganz andere Seite unserer Stadt. Einen rlebnisreichen Rückblick finden Sie nachstehend.