Was 2022 gemeinsam mit dem ESV St. Pölten unter dem Motto „Schwimmen – ein Leben lang“ initiiert wurde, hat sich zu einem umfassenden Angebot für Kinder, Schulen, Vereine und die Bevölkerung entwickelt. Im Zentrum steht das Ziel, möglichst vielen Kindern frühzeitig eine sichere Schwimmkompetenz zu vermitteln.
Ab September gehen 24 Volksschulklassen aus St. Pölten jede Woche von Montag bis Freitag täglich zum Schulschwimmen.Die Stadt stellt hierfür die erforderliche Infrastruktur bereit und übernimmt sowohl die Kosten für den Badeintritt als auch für die Busfahrten. Der ESV St. Pölten gewährleistet mit seinen qualifizierten Schwimmlehrer:innen die fachgerechte Durchführung. Die Projektpartner AK Niederösterreich und NÖ Versicherung leisten darüber hinaus einen wichtigen finanziellen Beitrag zur Umsetzung des Projekts.
„Wir haben 2022 gemeinsam mit dem ESV den Grundstein für unsere Schwimmoffensive gelegt. Dass heute mehr als 20 Klassen an allen Schultagen schwimmen können, zeigt, wie gut diese gemeinsame Initiative funktioniert. Die Investitionen, die wir in den vergangenen Jahren getätigt haben und weiterhin tätigen, sind daher sehr sinnvoll: Wir schaffen damit die notwendige Infrastruktur für Schulen, Vereine und die Bevölkerung und ermöglichen gleichzeitig möglichst vielen Kindern, sicher schwimmen zu lernen“, betont Bürgermeister Matthias Stadler.
Starke Partner für mehr Schwimmkompetenz
Die Schwimmoffensive wird von starken Partnern unterstützt. Die Arbeiterkammer Niederösterreich ist bereits seit längerer Zeit ein verlässlicher Unterstützer dieser wichtigen Initiative. Nun konnte aufgrund der großen Zahl an teilnehmenden Schulklassen auch die Niederösterreichische Versicherung als weiterer Partner gewonnen werden.
AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser betont: „Es ist erfreulich, dass in St. Pölten in Sachen Schwimmförderung schon viel auf den Weg gebracht wurde. Daher sind wir gerne als starker Partner mit dabei, um diese Weiterentwicklung auch zu unterstützen. Es ist wichtig, dass dadurch in St. Pölten deutlich mehr Kindern Schwimmen gelernt werden kann. Nicht nur im Sinne der Sicherheit, auch im Sinne des sozialen Miteinanders und der Freude am Wasser. Auch die Arbeiterkammer Niederösterreich ist seit Jahren rund um das Thema Schwimmen engagiert, etwa durch eigene Angebote zusammen mit der Wasserrettung. Schwimmen ist eine wichtige Sicherheitskompetenz und wichtiger kommunaler Faktor, keine reine Freizeitbeschäftigung.“
Auch die Niederösterreichische Versicherung unterstützt die Initiative. „Prävention und Sicherheit sind für uns als regional verankertes Unternehmen wichtige Themen. Mit der Unterstützung der Schwimmoffensive wollen wir gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und einen nachhaltigen Beitrag für Kinder und Jugendliche leisten. Schwimmkompetenz kann im entscheidenden Moment lebensrettend sein und ist daher weit mehr als eine sportliche Fähigkeit. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt St. Pölten und dem ESV St. Pölten diese wichtige Initiative zu unterstützen und damit Kindern die Möglichkeit zu geben, sicher schwimmen zu lernen.“, erklärt Martin Gabler, Regionalleiter der Niederösterreichischen Versicherung.
ESV St. Pölten sorgt für die fachliche Umsetzung
Eine zentrale Rolle bei der Umsetzung spielt der lokale Schwimmverein ESV St. Pölten. Die qualifizierten Schwimmlehrer:innen des ESV begleiten die Kinder beim Schulschwimmen und gehen dabei gezielt auf die unterschiedlichen Schwimmkenntnisse und Bedürfnisse der Schüler:innen ein.
„Für uns als ESV ist es besonders wichtig, dass die Kinder einen positiven und sicheren Zugang zum Wasser bekommen. Beim Schulschwimmen können wir sehr früh ansetzen und die Kinder dort abholen, wo sie mit ihren unterschiedlichen Vorkenntnissen stehen. Unser Ziel ist nicht nur, dass die Kinder schwimmen können, sondern dass sie sich sicher im Wasser bewegen und Freude am Schwimmen entwickeln“, sagt Christoph Schwarz, Obmann des traditionsreichen St. Pöltner Schwimmvereins.
Die Schwimmoffensive steht dabei für einen ganzheitlichen Ansatz: Vom ersten Kontakt mit dem Wasser über die elementare Schwimmausbildung und das Schulschwimmen bis hin zu Breiten- und Leistungssport sowie Angeboten für Erwachsene.
Infrastruktur wird noch weiter verbessert
Parallel zum Ausbau des Schulschwimmens investiert die Stadt St. Pölten weiter in die Infrastruktur. Die bestehende Traglufthalle wird durch eine neue mobile Leichtbauhalle ersetzt. Die neue Leichtbauhalle ist vor allem eine deutlich energieeffizientere und wirtschaftlichere Lösung. Durch eine bessere Dämmung wird der Energieverbrauch um 50 Prozent gesenkt. Damit können die vorhandenen Wasserflächen auch künftig im Winter genutzt werden – und das bei deutlich geringeren laufenden Kosten. Die Stadt investiert damit in eine nachhaltige Lösung, von der Schulen, Vereine und die Bevölkerung langfristig profitieren.
Zusätzlich werden eine neue Lüftungsanlage im Kabinentrakt errichtet, die WC-Anlagen für den Winterbetrieb adaptiert und die Pflasterflächen rund um das Sportbecken saniert.
Die Investitionen kommen dabei zahlreichen Nutzergruppen zugute: Neben den Volksschulen profitieren auch Ausbildungsstätten, Vereine sowie Breiten- und Leistungssportler:innen von den vorhandenen Wasserflächen.
Rund 800 Personen besuchen zumindest einmal pro Woche einen Kurs des ESV St. Pölten. Das Angebot reicht von der elementaren Schwimmausbildung über Neigungs- und Leistungsgruppen bis hin zu Schwimmkursen für Erwachsene, Frauen, Triathlet:innen sowie Senior:innen.
Mit der Schwimmoffensive setzt St. Pölten damit weiterhin auf ein gemeinsames Ziel: Schwimmen soll für Kinder eine selbstverständliche und leistbare Kompetenz werden – und möglichst viele Menschen ein Leben lang begleiten.