RIBA International Awards for Excellence

KinderKunstLabor erhält britischen Architekturpreis

Das KinderKunstLabor zählt zu den Gewinnern der RIBA International Awards for Excellence 2026. Das Royal Institute of British Architects (RIBA) zeichnete das von Schenker Salvi Weber entworfene Gebäude als eines von 34 herausragenden Bauprojekten weltweit aus.

Mit der Auszeichnung ist das KinderKunstLabor nun auch Anwärter auf den RIBA International Prize 2026. (Foto: Max Kropitz)
Mit der Auszeichnung ist das KinderKunstLabor nun auch Anwärter auf den RIBA International Prize 2026. (Foto: Max Kropitz)

Aus einer Shortlist von 52 Projekten aus aller Welt vertritt das KinderKunstLabor als einziges österreichisches Projekt die heimische Architektur in diesem internationalen Spitzenfeld.
Die alle zwei Jahre vergebenen RIBA International Awards würdigen Bauwerke, die mit innovativen architektonischen Lösungen auf globale Herausforderungen wie Klimawandel, Migration, Wohnraummangel, Urbanisierung oder nachhaltige Infrastruktur reagieren. Im Auswahlverfahren besuchten international renommierte Architekt:innen als RIBA Awards Ambassadors jedes nominierte Projekt persönlich vor Ort.

Mit der Auszeichnung ist das KinderKunstLabor nun auch Anwärter auf den RIBA International Prize 2026. Die Finalist:innen werden im September bekanntgegeben, die Entscheidung fällt am 15. Oktober 2026 im Rahmen der Verleihung des RIBA Stirling Prize in London.

Ein Museum für zeitgenössische Kunst – speziell für Kinder

Das KinderKunstLabor gilt als weltweit einzigartiges Kulturhaus für Kinder bis zwölf Jahre. Im Mittelpunkt steht ein professioneller Ausstellungsbereich nach Museumsstandards, der hochwertige Präsentationen zeitgenössischer Kunst in einer konsequent kindgerechten Umgebung ermöglicht. Gleichzeitig versteht sich das Haus als kreatives Labor, in dem Kinder Kunst aktiv erleben, experimentieren und gemeinsam gestalten können.

Entwickelt wurde das Projekt in einem partizipativen Planungsprozess gemeinsam mit einem Kinderbeirat. Dessen Anregungen flossen unter anderem in die Gestaltung der Ausstellungsräume, die Wegeführung und die Verbindung zum Außenraum ein.

Architektur als Einladung zum Entdecken

Die Architektur des KinderKunstLabors bricht bewusst mit klassischen Museumsstrukturen. Der kompakte, viergeschossige Bau fügt sich harmonisch in den Altoona-Park ein und zeichnet sich durch einen markanten polygonalen Grundriss mit sechseckigem Raumkonzept aus.

Das Herzstück bildet eine skulpturale Stütze in Form eines Baumes, von der sechs tragende Arme ausgehen. Um diesen zentralen Kern windet sich eine spiralförmige Treppe nach oben. Sie dient nicht nur der Erschließung des Gebäudes, sondern wird selbst zum Ausstellungs- und Erlebnisraum, eröffnet Blickbeziehungen in den Park und schafft Raum für Begegnung, Spiel und Improvisation.

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Auch in ökologischer Hinsicht setzt das KinderKunstLabor Maßstäbe. Die Hybridbauweise aus Holz und Beton reduziert den CO₂-Fußabdruck erheblich. Tragende Brettschichtholzträger sowie vorgefertigte Holzfassaden mit trockenen Verbindungssystemen ermöglichen zudem eine spätere Demontage und Wiederverwendung der Bauteile. Beton wurde ausschließlich dort eingesetzt, wo er statisch erforderlich ist.

Der kompakte Baukörper schont die umliegenden Grünflächen des Parks. Ein begrüntes Dach mit Photovoltaikanlage sowie eine Grundwasser-Wärmepumpe tragen zusätzlich zur nachhaltigen Energieversorgung bei.

Erfolgreicher Kulturort seit der Eröffnung

Seit seiner Eröffnung im Jahr 2024 hat sich das KinderKunstLabor als bedeutender Kulturstandort etabliert. Mehr als 40.000 Besucher:innen haben das Haus bereits besucht. Mit seinem innovativen Konzept verbindet es zeitgenössische Kunst, architektonische Qualität und aktive kulturelle Teilhabe für Kinder und Familien und schafft einen Ort, der künstlerischen Anspruch, gesellschaftliche Offenheit und nachhaltige Architektur beispielhaft vereint.

Die kunstsinnige Stadt 

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