Im Seniorenwohnheim der Stadt leben derzeit rund 170 Personen. Davon werden etwa 115 Bewohner:innen im Pflegeheim betreut, während rund 54 Personen im Rahmen des betreuten Wohnens ein weitgehend selbstständiges Leben führen.
„Um nötige Zahnbehandlungen direkt zu den Menschen zu bringen und mühsame Wege zu ersparen, konnten wir mit der ÖGK ein Pionierprojekt in unserem Haus starten“, freut sich Bürgermeister Matthias Stadler. Seit Ende April finden die Behandlungen einmal pro Woche – immer vormittags am Dienstag – in einem eigens hergerichteten Raum im Heim in der Göthestraße statt. Primarius Ahmed El Morsy vom Zahngesundheitszentrum der ÖGK führt die Behandlungen an betagten und in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen vor Ort durch, unterstützt wird er dabei von Zahnarztassistentin Sonja Stern.
„Einfach und rasch stärken wir nicht nur die Zahngesundheit unserer Mitbürger:innen, sondern leisten einen wichtigen Beitrag zu mehr Lebensqualität und Würde im Alter“, hält der Vorsitzender des Landesstellenausschusses der ÖGK in NÖ, Robert Leitner fest.
Von der Füllung bis zur Prothese
Das therapeutische Leistungsangebot umfasst eine umfassende medizinische Diagnostik sowie ein breites Spektrum an konservierend‑chirurgischen Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem Füllungstherapien, die Behandlung kariöser Läsionen, einfache und komplexere Extraktionen sowie weitere Eingriffe zur Erhaltung der Mundgesundheit. Ergänzend dazu wird eine prothetische Versorgung angeboten, die sowohl die Anpassung neuer Prothesen als auch die fachgerechte Behebung von Druckstellen einschließt. Je nach Beschwerdebild können durchschnittlich acht Personen an einem Vormittag behandelt werden
Sollte sich dieses Pilotprojekt bewähren, worauf die Rückmeldungen und der rege Andrang bei den ersten Terminen schließen lassen, könnte das Angebot bei Bedarf auch auf andere Heime ausgeweitet werden, wie die Österreichische Gesundheitskasse wissen lässt.