Im Frühling beginnen viele Vögel mit der Suche nach einem geeigneten Platz zum Brüten. Von der Stadtgärtnerei wurden deshalb, in der ganzen Stadt verteilt, Nistkästen montiert. Während des Winters sammeln sich darin alte Nester, Federn und manchmal auch Schmutz an. Diese können Parasiten enthalten und den Vögeln schaden. Deshalb ist es wichtig, Nistkästen rechtzeitig zu reinigen. Die alten Nester werden von den Stadtgärtner:innen jedes Jahr beim Frühjahrsputz vorsichtig entfernt und die Holzkästen sauber ausgefegt. So entsteht ein gesunder und sicherer Platz für die Vogelbrut. „Jeder saubere Kasten bedeutete eine neue Chance für Arten wie Meisen und Spatzen, ihre Jungen sicher großzuziehen – bereit für neues Leben“, erklärt Gärtnermeister Robert Wotapek.
Nester werden gut angenommen
Derzeit sind insgesamt 185 Nistkästen im Stadtgebiet montiert – erst im vergangenen Herbst wurden einige ergänzt. Belegt davon sind 116, was einer Quote von rund 63 % entspricht. Das Angebot wird von den diversen Vogelarten also gut angenommen. „Die ungenutzten Kästen sind meist auf Standortfaktoren, Konkurrenz, Ausrichtung oder das Nahrungsangebot im Umfeld zurückzuführen. Es braucht auch oft Zeit, bis die Nester angenommen werden. Durch die regelmäßige Kontrolle, Reinigung und gegebenenfalls Optimierung der Standorte wollen wir dazu beitragen, die Belegungsquote weiter zu erhöhen“, so Wotapek.
Saubere Nistkästen fördern den Nachwuchs der Vögel, stärken die Artenvielfalt und helfen dabei, das ökologische Gleichgewicht in der Stadt zu erhalten. „Weniger Schädlinge, mehr Vogelgesang – davon profitieren Mensch und Natur gleichermaßen“, hält der Stadtgärtner fest.