Festspielhaus

Österreich-Premiere des Hessischen Staatsballetts

Kreativität als menschliche Stärke: Das Hessische Staatsballett vereint am Freitag, dem 10. April um 19:30 Uhr bei seiner Österreich-Premiere im Festspielhaus drei seiner prägnantesten Stücke zu einem gemeinsamen Abend und bringt die Handschriften sowie künstlerischen Perspektiven verschiedener Choreograf:innen auf der Bühne zusammen.

Das Hessische Staatsballett vereint drei Stücke an einem Abend. (Foto: Andreas Etter)
Das Hessische Staatsballett vereint im Festspielhaus drei Stücke an einem Abend. (Foto: Andreas Etter)

 In "Force Majeure" erkunden David Raymond & Tiffany Tregarthen die Idee einer höheren Gewalt, die das Leben formt – und fragen, ob diese Kraft nicht auch in uns selbst liegt. Kreativität und Zerstörung als Gegensätze der menschlichen Existenz stehen im Mittelpunkt dieses melancholischen Tanzstücks mit tragikomischen Elementen. Ursprünglich für das Nederlands Dans Theater (NDT 2) choreografiert, nimmt Marco Goeckes Duett Midnight Raga seinen Ausgang in der Musik von Ravi Shankar und verbindet orientalisch-indische Klänge mit Goeckes unverwechselbarer, nervöser Bewegungssprache. Mit I’m afraid to forget your smile präsentieren Imre & Marne van Opstal eine eindringliche Neukreation für das Hessische Staatsballett. Sechs Tänzer:innen, Chormusik vom Konzertchor Niederösterreich und Tom Vissers beeindruckende Bühne verschmelzen zu einem bewegenden Bild von Verlust, Hingabe und menschlicher Stärke. 

Das Choreograf:innen-Duo David Raymond & Tiffany Tregarthen und ihre Compagnie Out Innerspace Dance Theatre prägen die internationale Tanzszene durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit Crystal Pite. Nach Arbeiten für das NDT und Ballet BC setzen sie mit Force Majeure neue Akzente. Als einer der profiliertesten Choreografen seiner Generation prägt Marco Goecke seit vielen Jahren die internationale Tanzszene. Nach Stationen in Stuttgart, Rotterdam, Hannover und beim Nederlands Dans Theater ist er seit 2025 Künstlerischer Leiter und Hauschoreograf des Ballett Basel. Nach erfolgreichen Tänzer:innen-Karrieren beim Nederlands Dans Theater (NDT) und bei der Batsheva Dance Company erobern die Geschwister Imre & Marne van Opstal mit ihren ausdrucksstarken und fantasievollen Choreografien die Tanzbühnen weltweit. 

Nähere Infos und Tickets unter www.festspielhaus.at.

Die kunstsinnige Stadt 

Stärke gewinnt ein Zentrum nicht zuletzt aus kultureller „Soft-Power“. Dafür bildet der Masterplan stp*25|50 die städtische „Kulturstrategie 2030“ nicht nur ab, er vertieft und konkretisiert sie. (mehr dazu)