Ehem. Synagoge

Sprechtheater zeigt Leben von Ruth Klüger

Am Sonntag, den 10. Mai bringt das Theater ISKRA das Stück „weiter leben – eine Jugend“ rund um das Leben von Ruth Klüger um 18:30 Uhr in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten zur Aufführung.

Auf der Bühne wird Ruths Geschichte in dichten, klaren Erinnerungen erzählt. Zwei Schauspielerinnen verkörpern Ruth im Wechsel zwischen Kindheit und Gegenwart. (Foto: ISKRA)
Auf der Bühne wird Ruths Geschichte in dichten, klaren Erinnerungen erzählt. Zwei Schauspielerinnen verkörpern Ruth im Wechsel zwischen Kindheit und Gegenwart. (Foto: ISKRA)

Ruth Klüger wird 1931 in Wien geboren. Als jüdisches Kind darf sie bald nicht mehr auf Parkbänken sitzen, nicht ins Kino gehen, nicht mit der Straßenbahn fahren. Sie muss ständig die Schule wechseln, da die Klassen für jüdische Kinder stets neu zusammengesetzt werden. Schließlich wird sie mit ihrer Mutter deportiert und beide überleben nur durch Zufall. 1992 schreibt sie den autobiografischen Text „weiter leben – eine Jugend“.

Die Geschichte der Auschwitz-Überlebenden und Germanistin Ruth Klüger wird durch das Theater ISKRA am 10. Mai um 18:30 Uhr in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten als Sprechtheaterstück aufgeführt. Zwei Schauspielerinnen verkörpern Ruth im Wechsel von Kindheit und Gegenwart. So entsteht ein Spannungsbogen zwischen Handlung und Reflexion, Erfahrung und Nachdenken. Ein bewegendes Stück ohne Pathos, doch mit poetischer Tiefe und leiser Kraft. Gerade zum Muttertag ist diese Geschichte über das gemeinsame Überleben von Mutter und Tochter sehr stimmig. Empfohlen ab 16 Jahren.

Tickets gibt es unter www.ehemalige-synagoge.at.

Sprechtheater:

weiter leben - eine Jugend

Theaterstück nach dem Buch von Ruth Klüger / Theater ISKRA
Sonntag, 10. Mai 2026, 18:30 Uhr
Ehemalige Synagoge St. Pölten
Dr. Karl Renner-Promenade 22, 3100 St. Pölten

Veranstaltungstipp:

Das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich veranstaltet am 7. und 8. Mai zwei Thementage zur Sonderausstellung „Kinder des Krieges“. Dabei stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum, die den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit als Kinder erlebten. Die Anmeldung ist noch bis 30. April möglich.

Mehr unter: www.museumnoe.at.

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