Ö3 bezeichnete St. Pölten damals alsbald als „Nabel der Rockwelt“, heute kann man getrost sagen: Festivalhauptstadt! Denn neben dem Nuke fand im selben Jahr auch zum allerersten Mal überhaupt das Lovely Days Festival statt – und plötzlich standen wahrhaftig etwa The Who auf der Open-Air-Bühne des VAZ. Und rieb man sich damals als Besucher:in noch ungläubig die Augen, dass dies wirklich passierte, sollte der Starreigen über die kommenden Jahre zur St. Pöltner Realität werden. Das Nuke-Festival fand noch zwei weitere Fortsetzungen in St. Pölten, das Lovely Days Festival eine, bevor es in kleinere Locations weiterzog – denn eines zeigte sich: Das VAZ sowie die gesamte Infrastruktur herum und die Möglichkeiten in St. Pölten hatten das Potenzial für noch Größeres, ja, für das „Größte“ überhaupt: das Frequency Festival.
Gekommen, um zu bleiben
Jahrelang am Salzburg-Ring beheimatet und von Salzburger Schnürlregen begleitet, übersiedelte das damals größte Festival Österreichs 2009 nach St. Pölten. Seither pilgerten Millionen (!) vorwiegend junge Menschen in die junge Landeshauptstadt, um hier für viele lebensprägende Tage zu verbringen, die man fortan positiv mit St. Pölten assoziierte. „Begleitet“ wurden sie dabei von den größten Stars ihrer Zeit, wie u. a. 30 Seconds To Mars, Billie Eilish, Billy Idol, Billy Talent, Die Toten Hosen, Foo Fighters, Lenny Kravitz, Limp Bizkit, Linkin Park, Macklemore, Muse, Pixies, Robert Plant, Roxy Music, Snoop Dog, The Cure, The Killers, The Who, Twenty One Pilots.
Im Windschatten des Frequency etablierten sich auch weitere Festivals im VAZ wie etwa das Mittelalterspektakel oder das Beatpatrol, das in seinen St. Pöltner Jahren von 2009 und 2019 noch für Positiv-Schlagzeilen und Electronic-Music-Superstars am Fließband wie Armin van Buren, Avicii, Deadmau5, Faithless, Marshmello, Parov Stelar, Paul van Dyk, Paul Kalkbrenner, Robin Schulz, Tiësto uvm. sorgte.
„Es ist schon beeindruckend, welche Acts hier bei uns im VAZ St. Pölten über die Jahre aufgetreten sind“, zieht sodenn VAZ-Geschäftsführer René Voak zufrieden Bilanz: „Die Festivals – dafür ist allen voran Harry Jenner von Musicnet als Veranstalter des Frequency, ebenso aber auch der Stadt St. Pölten mit ihrem klaren Bekenntnis zu den Großfestivals zu danken – haben sich zu dem positiven Imagetreiber für die junge Hauptstadt St. Pölten entwickelt und ihren Ruf weit in die Welt hinausgetragen!“
Wir sind stolz
In dieselbe Kerbe schlägt Bürgermeister Matthias Stadler, welcher den Aufstieg St. Pöltens von Anfang an nachhaltig unterstützt hat. „2006 war für St. Pölten eine spannende Zeit. Ich war noch nicht lange Bürgermeister und wir waren als Stadt gerade dabei, uns in vielerlei Hinsicht neu zu positionieren. Für mich war entscheidend, nach vorne zu schauen und die Chancen zu erkennen, die solche Veranstaltungen für St. Pölten bieten: Umwegrentabilität, Image und natürlich auch ein Angebot vor Ort, das einer Landeshauptstadt und ihrer Hauptstadtregion würdig ist. Ich war überzeugt, dass wir den Mut haben sollten, neue Wege zu gehen und auch jungen Menschen etwas anzubieten. Eine Stadt braucht Orte und Veranstaltungen, auf die ihre Bewohnerinnen und Bewohner stolz sind. Die Großfestivals haben mitgeholfen, das Selbstverständnis St. Pöltens positiv zu verändern!“
Wie meinte Harry Jenner im Zuge der Gratulation durch Voak: „Auf die nächsten 20 Jahre!“