Die schlanke Verwaltungsstadt  

St. Pölten wurde zum Treffpunkt für Datenschutz-Experti:nnen

Die Jahrestagung der Öffentlichen Datenschutzbeauftragten fand am 21. und 22. September 2026 in St. Pölten statt.

Matthias Schmidl (Leiter Datenschutzbehörde), Ulrike Wimmer-Heller (Datenschutzbeauftragte Bundeskanzleramte), Larisa Costan (Datenschutzbeauftragte Stadt St. Pölten), Thomas Weninger (Generalsekretär Österreichischer Städtebund) und Bürgermeister Matthias Stadler bei der Jahrestagung der Öffentlichen Datenschutzbeauftragten im Cityhotel D&C. (Foto: Josef Vorlaufer)
Matthias Schmidl (Leiter Datenschutzbehörde), Ulrike Wimmer-Heller (Datenschutzbeauftragte Bundeskanzleramte), Larisa Costan (Datenschutzbeauftragte Stadt St. Pölten), Thomas Weninger (Generalsekretär Österreichischer Städtebund) und Bürgermeister Matthias Stadler bei der Jahrestagung der Öffentlichen Datenschutzbeauftragten im Cityhotel D&C. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die Jahrestagung stand heuer unter dem Motto „Datenschutz und Informationsfreiheit 2026“. Dabei widmete man sich aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Datenschutz, Informationsfreiheit und Künstliche Intelligenz.

Zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung begrüßten Bürgermeister Matthias Stadler und der Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes Thomas Weninger, die Teilnehmer:innen im Cityhotel D&C.

Auf dem Programm standen Vorträge namhafter Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Rechtsprechung. Thematisiert wurden unter anderem die praktische Anwendung von KI im Spannungsfeld des Datenschutzes, die nationale Umsetzung der KI-Verordnung (AI Act), Datenschutzfragen bei KI-Trainingsdaten sowie der Einsatz von Videoüberwachung im öffentlichen Raum.

Umgang mit KI im Fokus

Fragen, mit denen öffentliche Verwaltungen zunehmend konfrontiert sind: Wie können innovative KI-Anwendungen rechtskonform eingesetzt werden? Welche Auswirkungen hat die europäische KI-Verordnung auf den öffentlichen Sektor? Und wie lassen sich technologische Innovation, Transparenz und der Schutz personenbezogener Daten miteinander vereinbaren? Die Veranstaltung beleuchtete diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven und gab wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen und praktische Lösungsansätze.

Erfahrungsaustausch und Vernetzung

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Informationsfreiheitsgesetzes und seiner Auswirkungen auf öffentliche Einrichtungen. Die neuen Regelungen betreffen insbesondere Städte und Gemeinden, die täglich über Informationsbegehren entscheiden und dabei sowohl den Anspruch auf Offenheit, Transparenz und Bürgernähe als auch datenschutzrechtliche Vorgaben berücksichtigen müssen. Die Tagung bot Gelegenheit, erste Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze für die kommunale Praxis zu diskutieren.

Mit der Austragung unterstrich St. Pölten seine Rolle als moderner und zentral gelegener Verwaltungs- und Tagungsstandort. Die Veranstaltung, in enger Kooperation mit dem Österreichischen Städtebund, der österreichischen Datenschutzbehörde und dem Bundeskanzleramt, bot eine wichtige Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Datenschutzbeauftragten, Verwaltungen und Fachinstitutionen aus ganz Österreich und schuf Raum für fachliche Vernetzung sowie den Dialog über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Handlungsfelder der öffentlichen Verwaltung.

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