Dazu wurde von den Partnern ein tragfähiges Energiekonzept erarbeitet. Die Fernwärmeleitung verläuft nahe des Egger Werks, ein Übergabepunkt wurde bereits vorgesehen. Die EVN übernimmt die Anbindung an das bestehende Netz und errichtet die notwendige Infrastruktur vom Übergabepunkt im Kraftwerk bis zur bestehenden Fernwärmeleitung. Damit wird die erzeugte Wärme effizient in das Versorgungssystem der Stadt integriert.
Bereits jetzt erzeugt Egger in zwei Biomassekraftwerken aus biogenen Brennstoffen erneuerbaren Strom und Wärme für die eigenen Prozesse. Im Werk wird im Normalbetrieb erdgasfrei produziert und schon jetzt Wärme an die umliegenden Unternehmen Egger Getränke und Sunpor Kunststoff GmbH geliefert.
Im Kern des Investitionsvorhabens steht eine neue Dampfturbine, die im Egger Werk Einzug halten wird. Sie wird aus dem Dampf aus dem Biomassekessel 1 eine Leistung von etwa 4,77 Megawatt (MW) Strom für das Egger Werk erzeugen. Der Eigenstromanteil wird damit auf etwa 87 % steigen. Der entstehende Abdampf wird anschließend für die Fernwärme genutzt. Außerdem wird eine neue Wärmepumpe mit dem Turbinenabdampf der bestehenden Turbine 2 aus dem Biomassekessel 2 Wärme in das Fernwärmenetz speisen.
Als Brennstoffe verwertet Egger Holzstäube aus der eigenen Produktion, Holzabfälle und biogene Produktionsreststoffe, die nicht mehr stofflich eingesetzt werden können. In Summe sollen in den Wintermonaten ca. 10 MW Heißwasser in die Fernwärmeleitung geliefert werden, was rund 10 % des Wärmebedarfs der Fernwärmekunden in St. Pölten entspricht.