Cinema Paradiso

Portraittheater zeigt Leben von Maria Emhart

Anlässlich des 125. Geburtstags von Maria Emhart, zeigt das Cinema Paradiso St. Pölten am Donnerstag, dem 28. Mai erneut das Portraittheater von Anita Zieher über das Schaffen und Leben der Politikerin und Widerstandskämpferin.

Schauspielerin Anita Zieher schlüpft anlässlich des 125. Geburtstages erneut in die Rolle von Maria Emhart. (Foto: Nela Pichl)
Schauspielerin Anita Zieher schlüpft anlässlich des 125. Geburtstages erneut in die Rolle von Maria Emhart. (Foto: Nela Pichl)

Das Leben der in Niederösterreich geborenen Politikerin Maria Emhart steht exemplarisch für die wechselvolle Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert. Bei den Februarkämpfen 1934 spielte Maria Emhart in St. Pölten eine entscheidende Rolle, 1946 wurde sie in Bischofshofen zur ersten Vizebürgermeisterin Österreichs gewählt. Anita Zieher schlüpft in die Rolle der mutigen Politikerin und zeichnet anhand von autobiografischem Material und Dokumenten ihren ereignisreichen Lebensweg nach.

Vor 90 Jahren erschüttern die Februarkämpfe Österreich. Die Politikerin Maria Emhart (1901 – 1981) spielt dabei in St. Pölten eine führende Rolle. Bereits als junge Arbeiterin in der Glanzstofffabrik hat sie begonnen sich politisch zu engagieren und ist ab 1932 Mitglied des Gemeinderats in St. Pölten. Infolge ihrer Aktivitäten im Februar 1934 wird sie verhaftet. 1936 ist sie eine der Hauptangeklagten beim „Großen Sozialistenprozess“. Als auffliegt, dass sie und ihr Mann sich nur zum Schein haben scheiden lassen, wird der Eisenbahner strafversetzt an den Standort Bischofshofen. Maria Emhart arbeitet dort nach Kriegsende am Wiederaufbau der Gemeinde mit und wird 1946 zur ersten Vizebürgermeisterin in Österreich gewählt. 20 Jahre übt sie dieses Amt aus. Daneben ist sie 12 Jahre lang Abgeordnete im Salzburger Landtag sowie im Nationalrat.

Eintrit frei. Zählkarten sind unter www.cinema-paradiso.at erhältlich.

Die kunstsinnige Stadt 

Stärke gewinnt ein Zentrum nicht zuletzt aus kultureller „Soft-Power“. Dafür bildet der Masterplan stp*25|50 die städtische „Kulturstrategie 2030“ nicht nur ab, er vertieft und konkretisiert sie. (mehr dazu)