Im abgelaufenen Jahr nutzten rund 5,5 Millionen Fahrgäste den LUP – und damit mehr als je zuvor. Insgesamt beförderte der Stadtbus auf 13 der 14 Linien des Vorjahres 5.473.275 Fahrgäste. Nicht berücksichtigt in diesem Ergebnis ist die Linie 14, bei der es leider nicht möglich war, valide Zahlen zu ermitteln. Zwischen Jänner und November 2025 hat diese wegen der Sperre des Goassteigs den nördlichen Ast der Linie 8 übernommen und die Verbindung zwischen Viehofen und Unterradlberg sichergestellt.
Trotz des Fehlens einer Linie konnten die Fahrgastzahlen gegenüber 2024 um 147.000 Fahrgäste oder 2,8 % gesteigert werden. Seit 2019, als die automatisierten Fahrgastzählsysteme in Betrieb gingen, verzeichnete der LUP ein Plus von 955.000 Fahrgästen. Mit der Linie 14 wäre die Millionengrenze ohne Zweifel geknackt worden. Bürgermeister Matthias Stadler freut sich über die positive Entwicklung: „Im Jahr 2008 haben wir mit rund 4 Millionen Fahrgästen gestartet, heute zeigt die Bilanz beeindruckende 5,5 Millionen. Eine Erfolgsmarke, die sowohl die Attraktivität des LUP als auch die Wichtigkeit eines modernen und gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs in St. Pölten unter Beweis stellt. Mein Dank gilt hier besonders auch dem Bund und dem Land, denn ohne deren Finanzierungsbeiträge hätten wir diesen Erfolgskurs so nicht halten können. Umso mehr hoffe ich, dass wir nach der bedingten Zusage des Bundes für die künftige finanzielle Sicherung des LUP auch wieder auf das Land zählen können, damit dieses wichtige Angebot für die St. Pöltner:innen und die tausenden Pendler:innen aus der Region erhalten bleibt und an die Anforderungen der Zeit angepasst werden kann.“
Linie 1 kratzt an der Millionenmarke
Die beliebteste Einzellinie war erneut die Linie 1, welche mit 944.000 Fahrgästen noch unter der Millionengrenze blieb, aber 95.000 Fahrgäste mehr als im Jahr zuvor beförderte. Mit rund 805.000 Fahrgästen profilierte sich die Linie 5 als zweitstärkste. Im Durchschnitt befördern die beiden Linien 41,4 (Linie 1) und 35,5 (Linie 5) Fahrgäste pro Kurs. „Der im Jahr 2017 eingeführte 10-Minuten-Takt auf der Hauptachse hat hier voll eingeschlagen. Gleichzeitig zeigen die Fahrgastzahlen, dass die Busse zwischen dem Traisenpark und Einkaufszentrum Süd ausgelastet sind und hier ein weiterer Ausbau notwendig ist. Das rechtfertigt auch die Nachfrage nach einer weiteren Taktverdichtung – zusätzlich zur Umstellung auf einen umwelt- und deutlich Anwohner:innenfreundlicheren Fuhrpark aus E-Bussen“, erklärt der für Verkehr in St. Pölten zuständige 1. Vizebürgermeister Michael Kögl.
Große Verluste hatte erwartungsgemäß die Linie 8 hinzunehmen, welche durch die Sperre des „Goassteigs“ ihren nördlichen Ast verlor und so rund 100.000 Fahrgäste einbüßte. Mit 648.000 Fahrgästen rangiert der 8er dennoch auf Platz 3. Obwohl nicht alle Verluste der Linie 8 durch die Linie 14 aufgefangen werden konnten, wird die Dimension deutlich, welche durch die Nichtberücksichtigung der Linie 14 in der Fahrgaststatistik fehlt.
Enge Zusammenarbeit mit der NÖVOG
Die Fahrgastzahlen für das vergangene Jahr wurden der Stadt von der NÖVOG übermittelt. Diese hat Ende 2024 die Verantwortung für Organisation und Planung des öffentlichen Regionalverkehres in Niederösterreich vom Verkehrsverbund Ostregion (VOR) übernommen und setzt sich intensiv für ein bedarfsgerechtes Öffi-Angebot im Sinne der Fahrgäste ein. Auch hinsichtlich des LUP arbeiten NÖVOG und die Stadt St. Pölten Hand in Hand an der laufenden Weiterentwicklung des Angebotes sowie und an der Abstimmung des Stadtverkehres mit dem bestehenden Regionalbus-Angebot in und um St. Pölten.