Die schlanke Verwaltungsstadt  

Ehrenbürgerschaft an Mikl-Leitner, Onodi und Schwarz verliehen

Erstmals in der Geschichte der Stadt wurden am 22. Jänner 2026 auch zwei Frauen zu Ehrenbürgerinnen ernannt.

Sieben Personen am Gang vor der Ehrenbürgertafel im Rathaus. (Foto: Mayer)
Ehrenbürger Erwin Pröll mit den "Neuzugängen" Alois Schwarz, Johanna Mikl-Leitner und Heidemaria Onodi sowie Bürgermeister Matthias Stadler und den beiden Vizebürgermeistern Michael Kögl und Matthias Adl vor der Ehrentafel beim Eingang zum Gemeinderatssaal im Rathaus. (Foto: Mayer)

In einem feierlichen Rahmen verlieh die Landeshauptstadt gestern ihre höchste Auszeichnung an drei herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptmann-Stellvertreterin a. D. Heidemaria Onodi und Diözesanbischof Alois Schwarz. Erstmals in der Geschichte der Stadt befinden sich damit auch zwei Frauen unter den St. Pöltner Ehrenbürger:innen.

„Die Ehrenbürgerschaft ist kein Titel für einen Moment, sondern ein Zeichen bleibender Anerkennung“, betonte Bürgermeister Matthias Stadler. Und weiter: „Geehrt wurden Persönlichkeiten, die weit über ihre jeweilige Funktion hinaus Verantwortung übernommen, Haltung gezeigt und St. Pölten nachhaltig mitgestaltet haben.“

Verantwortung, Engagement und Verbundenheit

Was die drei neuen Ehrenbürger:innen verbindet, ist nicht ein Amt, sondern eine gemeinsame Haltung: der Dienst am Gemeinwohl und eine tiefe Verbundenheit mit der Stadt St. Pölten.

Johanna Mikl-Leitner, geboren 1964, schrieb als erste Landeshauptfrau Niederösterreichs Geschichte und gestaltete gleichzeitig Zukunft. In Zusammenarbeit mit ihr wurde der eingeschlagene Weg mit Ehrenbürger und Landeshauptmann a.D. Erwin Pröll weiterentwickelt und St. Pölten so zu einem starken Motor für Verwaltung, Wirtschaft, Kultur und Bildung in Niederösterreich. In der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land konnten zahlreiche bedeutende Projekte umgesetzt werden – darunter die Sanierung der ehemaligen Synagoge, der Löwinnenhof, des Sonnenparks sowie das mehrfach ausgezeichnete KinderKunstLabor und die Ansiedelung des Polizeisicherheitszentrums.

Heidemaria Onodi, geboren 1957, prägte über Jahrzehnte die Kommunal-, Landes- und Bundespolitik. Als Abgeordnete, Landtagspräsidentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin setzte sie starke Akzente für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ihr politisches und gesellschaftliches Engagement – insbesondere für Menschen mit Behinderung und für sozial benachteiligte Menschen – ist bis heute spürbar. St. Pölten war dabei stets mehr als ein politischer Wirkungsort: eine Herzensangelegenheit.

Alois Schwarz, geboren 1952, ist seit 2018 Bischof von St. Pölten. Als Diözesanbischof verstand er die Kirche stets als Teil der Stadtgesellschaft – offen, dialogbereit und nah an den Menschen. Sein Einsatz für Menschlichkeit, Bildung und Zusammenhalt sowie die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Stadt und Diözese führten auch zu wichtigen Stadtentwicklungsprojekten, wie der Öffnung des Alumnatsgartens, der Ansiedelung der KPH und der geplanten Neugestaltung des Bischofsgartens.

Ein sichtbares Zeichen der Anerkennung

Die Namen der neuen Ehrenbürger:innen werden auf der Ehrenbürger:innen-Tafel vor dem Gemeinderatssitzungssaal verewigt. Diese Tafel ist ein Symbol für jene Persönlichkeiten, deren Engagement und Visionen das Gesicht der Stadt nachhaltig geprägt haben – in einer Reihe mit bedeutenden Namen wie Karl Renner, Julius Raab oder Michael Memelauer.

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Der Masterplan stp*25|50 stellt die Bürger/innen und Konsenswerber ins Zentrum: Das beginnt im Mindset und geht über die Optimierung und Digitalisierung behördlicher Abläufe hin zum Verfahrensexpress. (mehr dazu)