Siegfried Loewe, geboren 1939 in Brüssel als Staatenloser, wurde im Alter von drei Jahren zusammen mit seiner Schwester von den Eltern getrennt und von belgischen Widerstandskämpferinnen versteckt. Nach dem Krieg lebten die beiden Geschwister kurz in einem Kinderheim, bevor sie 1946 von dem in Belgien ansässigen österreichischen Ehepaar Alfred und Hedwig Loewe als Pflegekinder aufgenommen wurden. Später wurden sie von ihnen adoptiert und die Familie zog nach Wien.
Erst als Erwachsener erfuhr Loewe mehr über seine tatsächliche Herkunft: Seine leiblichen Eltern – Zlata und Chaim Grossmann – stammten aus Polen und hatten sich in Saarbrücken kennengelernt. Um der Verfolgung durch das NS-Regime zu entkommen, flohen sie nach Belgien, wurden jedoch von den Nationalsozialisten ermordet. Zudem hatten Siegfried und seine Schwester noch einen älteren Bruder namens Hari.
Siegfried Loewe lebt heute in Wien, hat drei Kinder und engagiert sich seit 2022 als Zeitzeuge. Bei der Veranstaltung am 1. Oktober erzählt er Moderatorin Ute Maurnböck-Mosser von seiner Geschichte und den vielen Fragen, die er sich beim Entdecken seiner tatsächlichen Herkunft stellte.
Mit dem Veranstaltungsticket können Sie am Donnerstag, 1. Oktober, von 17:00 bis 18:30 Uhr das Haus der Geschichte inklusive Sonderausstellungen besuchen. Zudem wird es um 17:00 Uhr eine kostenlose Kurator:innenführung durch die Sonderausstellung „Kinder des Krieges“ geben.
Entdeckung einer verschwiegenen Herkunft
Gespräch mit dem Zeitzeugen Siegfried Loewe
Moderiert von Ute Maurnböck-Mosser
Donnerstag, 1. Oktober 2026, 18:30 Uhr
Museum Niederösterreich
Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten
Eintritt: EUR 5,00 (Tickets: www.museumnoe.at/erzaehlte-geschichte)
inkl. Eintritt in das Haus der Geschichte von 17:00 bis 18:30 Uhr
50% Ermäßigung für Raiffeisen-Kontoinhaber:innen
GRATIS mit der Museum Niederösterreich Jahreskarte