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Große Vorfreude auf die Challenge St. Pölten

Die größte internationale Sport-Veranstaltung St. Pöltens, die „Challenge“, darf heuer über die Bühne gehen. Unter größten Sicherheitsvorkehrungen werden bis zu 1.800 TriathletInnen losgelassen.

Bürgermeister Matthias Stadler, Organisatorin Petra Schwarz, Triathlet Christian Putz und Landesrat Jochen Danninger. (Foto: Arman Kalteis)
Bürgermeister Matthias Stadler, Organisatorin Petra Schwarz, Triathlet Christian Putz und Landesrat Jochen Danninger freuen sich auf die Challenge St. Pölten. (Foto: Arman Kalteis)

Nach der coronabedingten Absage 2020 gibt es heuer vom Gesundheitsministerium und Sportministerium grünes Licht für die Premiere der „Challenge“ St. Pölten, dem Triathlon über die Mitteldistanz von 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen am 30. Mai. Teilnehmen dürfen nur negativ auf Corona getestete AthletInnen. Ein Teil des Events wird in einer „Bubble“ stattfinden. Diese „Blase“ wird über das Eventgelände gezogen, also vornehmlich über den Bereich der Wechselzonen und das Startgelände beim Schwimmen, und es dürfen hier neben den AthletInnen nur ebenfalls negativ getestete BetreuerInnen (maximal eine/einer pro TeilnehmerIn) hinein. Das Veranstalterteam rund um Christoph Schwarz hat sich darüber hinaus dazu entschieden, maximal 1.800 TeilnehmerInnen zuzulassen. „Bei vielen herrschte im Vorfeld Verwirrung bis Staunen, dass wir tatsächlich loslegen dürfen. Aber dann war der Andrang auf die Startplätze schnell wieder sehr groß“, freut sich Schwarz, „ähnliches gilt für unsere freiwilligen Helfer, die dankenswerterweise auch gerne bereit sind, alle Auflagen zu erfüllen.“

Keine Wellenstarts

Anstelle des Wellenstarts werden die TriathletInnen diesmal nur einzeln losgelassen. Am Steg zum Start bei den Viehofner Seen wird es eine Maskenpflicht geben. Wer auf der Radstrecke über einen längeren Zeitraum näher als zehn Meter bei einem anderen mitfährt, wird aus dem Rennen genommen und disqualifiziert. Da bei Triathlons das Fahren im Windschatten ohnehin verboten ist, bedarf es hier gar keiner Umstellung. Der Start wurde von 7 Uhr auf 6:30 Uhr vorverlegt, um eine noch bessere Aufteilung der AthletInnen zu erreichen, die aufgrund des unterschiedlichen Leistungspotenzials ohnehin über mehrere Stunden verteilt ab 10:20 Uhr im Ziel eintrudeln werden. Außerhalb der Blase sind Zuschauer zugelassen. Das komplette Rennen wird auch live im TV vom ORF übertragen - das gab’s bislang noch bei keinem Triathlon über die Mitteldistanz. Zudem wird man die „Challenge“ St. Pölten auch per Livestream verfolgen können.

Schwimmen muss nicht sein

Neben dem Hauptbewerb steigen die Challenge „AquaBike“ und „BikeRun“ – hier sind „nur“ zwei Disziplinen über die gleiche Strecke mit entsprechend kürzerer Gesamtdistanz zu bewältigen. „AquaBike“ erfreut sich generell steigender Beliebtheit. „BikeRun“ wurde heuer aus der „Schwimmnot“ heraus geboren. „Wegen Corona konnten viele, selbst die Profis, kaum Schwimmen trainieren“, weiß Schwarz, „ihnen wollen wir natürlich auch ein Rennen ermöglichen.“ Rund 100 AthletInnen werden diese Option wahrnehmen. Kinder- und Team-Bewerbe wird es heuer ebenso wenig geben, wie die sonst überaus beliebte Pastaparty. Das notwendige Briefing vor dem Rennen wird ausschließlich online stattfinden. Die EXPO (im Freien) wird über das gesamte Rennwochenende stattfinden können, wenn in Österreich der Handel zu dieser Zeit offen haben darf.

Lokalmatador fordert Weltstar

Zu den heißesten Favoriten zählt „Lokalmatador“ Michi Weiss, der seit mehr als zwei Jahren wieder Gumpoldskirchen als seinen Lebensmittelpunkt hat und nach einer weitgehend auskurierten Schulterverletzung seit März in der Südstadt auch wieder intensiv Schwimmen trainieren kann. Zuletzt zeigte der 40-Jährige Mitte April mit einem 10. Platz beim topbesetzten Triathlon in Texas auf. Beim noch unter der Dachmarke „Ironman 70.3“ geführten Triathlon in St. Pölten 2019 wurde Weiss hinter Landsmann Thomas Steger Dritter. Der zweifache Staatsmeister über die Mitteldistanz (2015 und 2019) hat auch schon wieder für St. Pölten genannt. Ganz besonders auf seine St. Pölten-Premiere freut sich aber der Topfavorit Sebastian Kienle. Der Baden-Württemberger gewann 2014 den legendären Ironman Hawaii, gehört aber auch vor allem über die Mitteldistanz zur absoluten Weltspitze. 2019 gewann er die letzte Challenge-WM im slowakischen Samorin. Die WM wird heuer wieder ebendort Ende August stattfinden. „Dass wir dafür eines der wenigen Qualifikationsrennen in Europa sind und fast als erste loslegen dürfen, hat uns natürlich geholfen, dass viele der besten Profis kommen werden“, freut sich Schwarz auf ein hochwertiges Rennen, bei dem aber der „Sicherheitsaspekt oberste Priorität“ haben wird.

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