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Dreimal so viele Bäume

St. Pölten wächst und wird moderner, dies aber immer mit einem genauen Augenmerk auf die Erhaltung der ökologischen Vielfalt und Schätze, die die Landeshauptstadt so lebenswert und liebenswert machen.

Auf dem Foto erkennt man eine der Ersatzaufforstungsflächen mit Jungbäumen neben einer Fläche, die vor bereits vor rund 15 Jahren durch ähnliche Maßnahmen aufgeforstet wurde. Man erkennt deutlich wie sich die Jungbäume in einigen Jahren zu einem Wald heranwachsen werden. (Foto: Arman Kalteis)
Hier in Ochsenburg, liegt eine der Ersatzaufforstungsflächen mit Jungbäumen neben einer Fläche, die vor bereits vor rund 15 Jahren durch ähnliche Maßnahmen aufgeforstet wurde. Man erkennt deutlich wie sich die Jungbäume in einigen Jahren zu einem Wald heranwachsen werden. (Foto: Arman Kalteis)
Auf einer Karte sind die Aufforstungsflächen in St. Pölten zu sehen. Die 10 Flächen erstrecken sich über die gesamte Stadt, was aus ökologischer und mikroklimatischer Sicht Vorteile mit sich bringt.
Im Zuge der Ersatzaufforstungsmaßnahmen der Stadtsportanlage wurden 10 Flächen im Stadtgebiet wieder mit Jungbäumen bepflanzt. Die Flächen erstrecken sich über die gesamte Stadt, was aus ökologischer und mikroklimatischer Sicht Vorteile mit sich bringt.

Die Stadt verfolgt ein strenges Prinzip, wenn wegen Baumaßnahmen, wie zum Beispiel bei der Erweiterung der Stadtsportanlage, Neubepflanzungen notwendig werden.

„Es war eine ganz schöne Herausforderung, bis wir genug Flächen beisammenhatten,“ erzählt der Forstexperte Dominik Bancalari, der mit den zuständigen Abteilungen der Stadt rund ein Jahr lang nach Flächen Ausschau gehalten hat, um die aktuellen Ersatzaufforstungsmaßnahmen umsetzen zu können. Schließlich wurden auf zehn Flächen, die sich über das gesamte Stadtgebiet erstrecken rund 13.000 Jungbäume gesetzt, die in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren zu Waldstücken heranwachsen.

Der Waldschlüssel „1 zu 3"

Dabei verfolgt die Stadt ein strenges Prinzip bei den Maßnahmen zur Ersatzaufforstung: Für jeden verlorenen Baum, müssen drei neue Bäume gepflanzt werden. „Dieser Schlüssel 'eins zu drei' bürgt dafür, dass wieder genügend Wald vorhanden ist. Damit garantiere ich, dass der Wald nicht weniger, sondern in Summe wieder mehr wird“, so Bancalari.
Dass das Aufforstung-Prinzip mit diesem Schlüssel seinen Zweck erfüllt, bestätigt auch die für die Stadt zuständige Kontrollbehörde des Landes Niederösterreich das bereits sehr hohe Niveau. „Wir hatten in den letzten 20 Jahren keine Verschlechterung der Waldausstattung. Und das ist für eine wachsende Stadt ein sehr gutes Ergebnis“, so Heinz Piglmann, von der Forstaufsicht des Landes. Er hält fest: „St. Pölten bemüht sich sehr, direkt in der Stadt wieder Wald entstehen zu lassen. Ein großartiges Beispiel ist der Eisberg, wo wir stadtnahe und angrenzend zum bestehenden Kaiserwald ergänzende Pflanzungen durchführen können. Weitere Maßnahmen finden im Rand- und Auwaldbereich der Stadt statt. Auch da bemüht sich St. Pölten, diese Pflanzungen sowohl in der Fläche durchzubringen, als auch lang genug zu pflegen, um wirklich Wald daraus werden zu lassen.“

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Begrünung des Stadtkerns

Dabei gelingt es den PlanerInnen im Büro der Stadtentwicklung aber auch noch näher ins Zentrum zu rücken, wenn es um die Ausweitung des Grünraums geht. „Wir versuchen prinzipiell zuerst, in allen Alleen Bäume nachzusetzen. Wir setzten außerdem zusätzliche Bäume, etwa beim neu geplanten Promenadenring, der sich rund um die Innenstadt erstreckt. Hier werden viel mehr Bäume und Sträucher Platz finden. Und es werden auch weitere Parks entstehen oder erweitert, wie etwa jener bei der Jahnturnhalle oder der Sturm 19 Park“, so Bürgermeister Matthias Stadler.

Heimische Bäume von heimischen Produzenten

Die Stadt achtet darauf, dass es sich bei den erworbenen Baumsetzlingen um heimische Arten handelt, die auch alle von Zulieferern aus der Region stammen. So hält man die Lieferwege kurz und mit dem Kauf der Bäume werden auch heimische Betriebe unterstützt. Außerdem werden für die Aufforstungsmaßnahmen standortgerechte Baumarten verwendet. Also Baumarten, die auch von Natur aus in der Region wachsen, wie etwa Weiden, Pappe, Eiche und Ahorn. Da diese Bäume mit Trockenheit gut zurechtkommen, sind sie in Anbetracht der Klimaerwärmung auch die richtige Wahl.

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