Stadtmuseum

Museumsfrühling bringt neue Ausstellungen und Events

Der Museumsfrühling fällt heuer mit den Eröffnungen mehrere Ausstellungen und dem Mitmach-Event „Archäologie im Hof“ besonders vielfältig aus.

Neue Ausstellung im Stadtmuseum. (Foto: Josef Vorlaufer)
Der Museumsfrühling hält heuer drei neue Ausstellungen und zahlreiche Events parat. (Foto: Josef Vorlaufer)

Gleich vier neue Ausstellungen warten ab Mai auf die Besucher:innen. Am Samstag, dem 9. Mai werden um 16 Uhr die neu gestalteten Dauerausstellungen „Stadtgeschichte St. Pölten“ sowie „Blick in den Schatten kompakt“ offiziell eröffnet.

Neue Dauerausstellung zu Stadtgeschichte wartet

Die bisherige archäologische Sonderausstellung wird zu einer neu konzipierten Stadtgeschichte-Ausstellung weiterentwickelt. In einem modernen und zeitgemäßen Ausstellungskonzept wird die Geschichte der Stadt ab 9. Mai von der Urgeschichte bis in die Gegenwart neu erzählt und eindrucksvoll präsentiert. Multimedial, interaktiv und atmosphärisch aufbereitet, lädt sie Besucher:innen ein, die Entwicklung von der Steinzeit bis heute zu entdecken.

Gleichzeitig eröffnet die umgestaltete Zeitgeschichteausstellung „Blick in den Schatten kompakt. Nationalsozialismus in St. Pölten“, die St. Pöltens Auseinandersetzung mit den Jahren des Nationalsozialismus, dessen Vorgeschichte und die Auswirkungen dieser dunklen Epoche auf die Stadt in den Mittelpunkt rückt.

50 Jahre Stadtmuseum im Karmeliterinnenhof: Ein Haus stellt sich aus

Die Sonderausstellung „Ein Haus stellt sich aus“ steht ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Das Stadtmuseum feiert sein 50-jähriges Bestehen im ehemaligen Karmeliterinnenkloster. Eröffnet wird die Schau gemeinsam mit der neuen Dauerausstellung am 9. Mai.

Am 28. Mai 1976 wurde im damals gerade revitalisierten ehemaligen Kloster der Karmeliterinnen das Stadtmuseum St. Pölten als „Historisches Museum der Stadt St. Pölten“ eröffnet. Mit seinen Dauerausstellungen und vielen Sonderausstellungen zu unterschiedlichsten Themen hat sich das Museum in den vergangenen 50 Jahren zu einer der zentralen Kulturinstitutionen der Landeshauptstadt entwickelt

Die Ausstellung nimmt die Besucher:innen mit auf eine Reise durch die bewegte Geschichte des Gebäudes, das im Laufe der Zeit als Kloster, Kaserne und nach den Weltkriegen auch als Wohnraum genutzt wurde. Die Ergebnisse archäologischer Ausgrabungen, die bis in die Römerzeit zurückreichen, sowie Einblicke in die frühneuzeitliche und militärische Nutzung machen die Entwicklung dieses historischen Ortes anschaulich nachvollziehbar. So entsteht ein spannendes Gesamtbild eines Ortes, der sich über Jahrhunderte hinweg immer wieder gewandelt hat und heute die Geschichte St. Pöltens auf zeitgemäße Weise lebendig vermittelt.

Für diese Ausstellung sucht das Museum auch Erinnerungen aus der Bevölkerung. St. Pöltner:innen, die sich an die Nutzung des Hauses vor dem Umbau in den 1970er-Jahren erinnern, sind eingeladen, ihre Geschichten zu erzählen. Wer selbst im Kloster gewohnt oder gearbeitet hat oder Anekdoten beitragen möchte, kann sich telefonisch unter 02742 / 333 2642 oder per E-Mail an vermittlung@st-poelten.gv.at melden.

Zyklen - Ausstellung von Künstler Ernest Kienzl

Der Ausstellungsreigen beginnt bereits am Freitag, dem 8. Mai, um 18 Uhr mit der Schau „Zyklen“ von Ernest Kienzl. Anlässlich seines 75. Geburtstags widmen das NÖ DOK und das Stadtmuseum dem langjährigen Obmann des St. Pöltner Künstlerbundes eine Ausstellung mit zahlreichen Werken aus seinem Schaffen.

Archäologie im Hof

Den Abschluss des Museumswochenendes bildet am Sonntag, dem 10. Mai, von 10 bis 17 Uhr die Veranstaltung „Archäologie im Hof“.

Dabei erwartet die Gäste im barocken Innenhof des Stadtmuseums ab 10 Uhr ein vielseitiges Programm: Historische Handwerkstechniken, mittelalterliche Musik auf originalgetreuen Instrumenten sowie beeindruckende Darstellungen vergangener Zeiten entführen in frühere Epochen.

Spannende Fechtvorführungen machen die Welt des Mittelalters lebendig. Für das leibliche Wohl sorgen römische Spezialitäten, die einen kulinarischen Ausflug in die Antike bieten. Darüber hinaus erhalten Besucher:innen faszinierende Einblicke in die Herstellung steinzeitlicher Werkzeuge. Die Entwicklung von Mode und Schmuck über die Jahrtausende wird anschaulich präsentiert, ebenso die vielfältigen Aufgabenbereiche der Stadtarchäologie. An zahlreichen Mitmachstationen können alle Altersgruppen selbst aktiv werden und Geschichte hautnah erfahren.

40 Jahre Landeshauptstadt

Die Ausstellung „Stadt + Land = 40“ wird am 19. Mai, um 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge eröffnet. 1986 wurde St. Pölten per Volksbefragung zur Landeshauptstadt von Niederösterreich gewählt. Das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich und das Stadtmuseum St. Pölten untersuchen gemeinsam, welche Veränderungen durch diese Entscheidung ausgelöst wurden.

An zehn zentralen Plätzen der Stadt zeigt eine Outdoor-Ausstellung, wie sich Stadt und Land in den letzten vier Jahrzehnten entwickelt haben. Jede Station stellt einen wichtigen Bereich des Lebens in der Region in den Mittelpunkt. Historische Bilder machen die Entwicklung anschaulich. Start- und Endpunkt der Ausstellung sind die beiden Museen.

Nähere Infos: www.stadtmuseum-stp.at 

Die kunstsinnige Stadt 

Stärke gewinnt ein Zentrum nicht zuletzt aus kultureller „Soft-Power“. Dafür bildet der Masterplan stp*25|50 die städtische „Kulturstrategie 2030“ nicht nur ab, er vertieft und konkretisiert sie. (mehr dazu)