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Stadträtin Mag. Renate Gamsjäger ausgezeichnet

Am 11. September erhielt Stadträtin Renate Gamsjäger im Rahmen eines Festaktes im Rathaus das Ehrenzeichen der Landeshauptstadt St. Pölten überreicht.

Bürgermeister Matthias Stadler überreicht das Ehrenzeichen der Landeshauptstadt an Renate Gamsjäger für ihren Einsatz in der Umwelt- und Frauenpolitik und im Stadtteil. (Foto: Josef Vorlaufer)
Bürgermeister Matthias Stadler überreicht das Ehrenzeichen der Landeshauptstadt an Renate Gamsjäger für ihren Einsatz in der Umwelt- und Frauenpolitik und im Stadtteil. (Foto: Josef Vorlaufer)

Renate Gamsjäger ist seit 1997 Mitglied des Gemeinderates der Stadt St. Pölten und seit 2000 Stadträtin. Als Wohnungsreferentin, im Sozial- und Bauausschuss, im Kulturausschuss, im Umweltbereich und in vielen weiteren politischen Funktionen hat sie an ganz unterschiedlichen Stellen Verantwortung übernommen. Aktuell leitet sie den Ausschuss für Wissenschaft und Forschung.

Sie hat sich durch ihren umfangreichen und vielfältigen Einsatz insbesondere im Bereich der Frauenförderung sowie des kulturellen Lebens der NÖ Landeshauptstadt besondere Verdienste erworben. Seit Anbeginn ihrer politischen Tätigkeit in St. Pölten steht der Einsatz für mehr Gleichberechtigung, Förderung und Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenssituationen im Mittelpunkt von Renate Gamsjäger.

Meilenstein Frauenzentrum

Die Gründung des Frauenzentrums St. Pölten ist dabei nur eine der bleibenden Meilensteine im nachhaltigen Spektrum der aktiven St. Pöltner Stadträtin. Auf ihre Initiativen gehen auch die Frauenplattform St. Pölten, als Vorläufer des Büros für Diversität im Magistrat der Stadt St. Pölten, sowie die aktive Gestaltung und das umfassende, kulturelle und soziale Wirken der sozialdemokratischen Frauen im Bezirks St. Pölten.

Ihr Engagement für das erste Frauenhaus in Niederösterreich in St. Pölten kann nicht hoch genug geschätzt werden, denn diese Institution ist ein besonders wichtiger Schutzbereich bei dramatischen Lebensumständen durch Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Renate Gamsjäger ist seit vielen Jahrzehnten eine mahnende und wenn notwendig auch unbequeme Stimme im breiten Spektrum der Frauenförderung beim Sichtbarmachen der Leistungen von Frauen im öffentlichen Bereich. Eigene auf die Leistung von Frauen in der Stadtgeschichte hinweisende Stadtspaziergänge, die Benennung von weiblichen Straßennamen, der Einsatz gegen Gewalt an Frauen, die öffentliche Präsenz am Equal Pension Day und immer wieder eine klare Stellung zu gesetzlichen Frauenthemen sind ihr ein Herzensanliegen.

Einsatz für Kultur und Stadtteil

In der niederösterreichischen Landeshauptstadt hat sich Renate Gamsjäger einen bleibenden Namen im Kulturbereich mit jahrzehntelanger Motivation und persönlichem Engagement hart erarbeitet. Mit ihrem Buch „Phönix aus der Asche“ und den darauffolgenden Stadtteilprojekten und Aktivtagen in den 1990iger Jahren begann eine umfangreiche kulturpolitische Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der St. Pöltnerinnen und St. Pöltner. Im Stadtteil Wagram, für den sie sich auch zuständig zeichnet, sind die Initiativen als Mitbegründerin und Vorsitzende des Wagramer Vereins für Events (Wave) mit der Weiterführung und der Neuentwicklung des Sonnwendfeuers Wagram, des Michaelikirtages und des über die Grenzen von St. Pölten sehr beliebten Faschingsumzuges als eine bleibende Leistung von Renate Gamsjäger zu nennen. Ihr kulturelles Schaffen als Malerin setzt sie mit ihrem jährlich erscheinenden Benefiz-Kalender zugunsten des Frauenzentrums St. Pölten ein.