Das engagierte, 14-köpfige Team rund um Jörg Günthör betreut aktuell ein massiv gewachsenes Netz. Kürzlich erst wurde ein großes Teilstück – die gesamte Strecke vom Schießstattring (ab der Waldstraße) und der Mariazeller Straße bis zur Ortseinfahrt St. Georgen fertiggestellt. Insgesamt wurden allein auf dieser Achse 436 moderne Leuchten - darunter 205 Seilhängeleuchten, 75 Kreuzungsleuchten und 156 Mastleuchten -installiert, was eine jährliche Ersparnis von 530 kWh bringt.
Auch der Dungl-Park und der Hammerpark erstrahlen bereits in neuem, stromsparendem LED-Glanz.
Effizienz auch bei herkömmlichen Leuchten
Aktuell zählt die Landeshauptstadt 13.500 Brennstellen. Davon sind 6.900 reine LED-Brennstellen – damit wurde heuer offiziell die 50-Prozent-Marke überschritten, bei den Leuchtmitteln direkt wurde diese Schwelle bereits im Vorjahr deutlich geknackt.
Doch auch bei den verbleibenden 6.600 herkömmlichen Leuchten setzt die Fachabteilung auf smarte Zwischenlösungen: 4.400 dieser Leuchten sind mit klassischen Leuchtstoffröhren bestückt, davon wurden mittlerweile bereits rund 3.200 Stück auf moderne LED-Röhren umgerüstet. Diese Maßnahme bringt eine Energieeinsparung von ca. 60 % pro Röhre.
30 Jahre Evolution: Mehr Leistung bei sinkendem Verbrauch
Wie stark sich die Effizienz der Straßenbeleuchtung über die Jahrzehnte verbessert hat, zeigt ein Blick auf die historische Entwicklung von 1995 bis zum Ende des Jahres 2025: Obwohl die beleuchtete Strecke seit 1995 um 58 % angewachsen ist und die Zahl der Brennstellen ebenfalls um mehr als 50 Prozent anstieg, konnte der Stromverbrauch durch moderne Technik erfolgreich gesenkt werden. Nach einem deutlichen Anstieg der Anschlussleistung und des Verbrauchs bis zum Jahr 2010 brachte die darauffolgende Modernisierungswelle die Trendwende. Bis Ende 2025 sanken die Anschlussleistung auf 613 kW und der Jahresverbrauch auf 2.577.461 kWh, wodurch beide Werte nun sogar unter dem Niveau von vor 30 Jahren liegen.
„Die Modernisierung unserer Straßenbeleuchtung zeigt eindrucksvoll, wie Klimaschutz und städtisches Wachstum Hand in Hand gehen können. St. Pölten investiert damit konsequent weiter in die Resilienz der Stadt, spart langfristig Steuergeld und schont das Klima“, so Bürgermeister Matthias Stadler, der Jörg Günthör für seine Pionierarbeit über zwei Jahrzehnte in dem Bereich dankt.