Mit der Mission „Klimaneutrale Stadt“ unterstützen das Innovationsministerium (BMIMI) und der Klima- und Energiefonds österreichische Städte dabei, ihre Zukunft aktiv zu gestalten. Die Initiative fördert technische, sozial-ökologische und wirtschaftliche Innovationen, die Städte im Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität und zur Anpassung an den Klimawandel entscheidend voranbringen. Die zehn österreichischen Pioniergroßstädte Wien, Graz, Innsbruck, Linz, Salzburg, Klagenfurt, Villach, St. Pölten, Dornbirn und Wiener Neustadt stehen dabei im Zentrum dieser Entwicklung: Sie repräsentieren die Interessen und Bedürfnisse von mehr als einem Drittel der österreichischen Bevölkerung und entwickeln Lösungen, von denen langfristig alle Städte und Gemeinden profitieren können.
Wertvoller Austausch
Bei einem Bund-Pionierstadt-Gespräch kamen kürzlich die politischen Vertreter:innen der zehn österreichischen Pioniergroßstädte mit Sektionschefin Henriette Spyra, Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, zusammen. Ziel des Treffens ist ein Austausch auf höchster Ebene zwischen Bund und Städten über zentrale Rahmenbedingungen, konkrete Herausforderungen und umsetzungsorientierte Lösungen für die nachhaltige Entwicklung der österreichischen Städte. Im Mittelpunkt standen Themen wie klimaneutrale Energieversorgung und Mobilität, regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit sowie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, um die Lebensqualität in den Städten langfristig zu sichern und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. Ein wesentliches Element des Treffens war auch der Austausch der Städte untereinander: Die Pionierstädte teilten Erfahrungen aus ihren Projekten, lernten voneinander und entwickelten gemeinsam Lösungen, die auch anderen Gemeinden zugutekommen können.
Pionierstadt St. Pölten
St. Pölten hat durch den Pionierstadtprozess einen eigenen Geschäftsbereich für Klimaagenden gegründet. Eines der Herzstücke seiner Arbeit ist die Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) EnergieRegion St. Pölten, die mittlerweile das gesamte Stadtgebiet umfasst und auch Bürger:innen aus der Region eine aktive Teilnahme ermöglicht. Neben PV-Strom können Wind- und Wasserkraft über die BEG bezogen werden, um Nacht- und Winterlücken der Energieversorgung zu schließen. „Mit dem Pionierstadtprozess wurden wichtige Schritte zur Beschleunigung der Energiewende gesetzt. Nicht nur die Energiegemeinschaft, sondern auch die neue städtische PV-Freiflächenanlage mit Batteriespeichern leistet wichtige Beiträge, um den CO₂-Ausstoß in der Stadt zu reduzieren und die Energiesicherheit zu stärken“, betont Bürgermeister Matthias Stadler.