Plattform STP 2020 spricht über die Zukunft

Oasen, Kaufkraft und Ideen: Die Plattform STP 2020 macht Dampf in fünf Arbeitskreisen und präsentierte bei der Mitgliederversammlung, wie sich die Landeshauptstadt entwickeln wird.
Tanja Wagner © Tanja Wagner
Plattform-Obmann Dominik Mesner möchte die Mitglieder der Plattform STP 2020 mobilisieren.

„Zurücklehnen gibt’s nicht, jeder wird gebraucht!“ Diese Devise gab Obmann Dominik Mesner bei der Mitgliederversammlung der Plattform STP 2020 aus. Tatsächlich mobilisiert die Wirtschaft über die Plattform derzeit frische Kräfte, auch für die Unterstützung der Bewerbung zur Kulturhaupstadt 2024.
33 neue Mitglieder in fünf Monaten: Die regionale Wirtschaft, organisiert in der Plattform STP 2020, sendet starke Lebenszeichen, wenn es um die Mitgestaltung des Standortes geht. Weit über 100 Gäste hatten sich zur Mitgliederversammlung in der Aula der Sparkasse St. Pölten eingefunden. Akzentuierte Vorträge regten eine Vielzahl von Wortmeldungen und Fragen an.

Handel in der Innenstadt

So veranschaulichte Hannes Lindner, wie der St. Pöltner Handel im Vergleich zu anderen Städten in Österreich aufgestellt ist. Im Auftrag der Stadt führt er mit seinem Consultingbüro STANDORT+MARKT ein Shopflächen-Monitoring durch. Das Gesamtbild stellt sich durchaus freundlich dar: Die aktuelle Rate an Leerständen liegt im Vergleich niedrig und nur etwa halb so hoch wie in Krems. Eher im unteren Vergleichsrahmen bewegt sich auch die Fluktuation bei den Geschäften. Für Lindner hat die lebendige St. Pöltner Innenstadt gute Karten: „eCommerce kann und wird vieles ersetzen, was ein Einkaufszentrum bietet. Er kann aber nicht das Flair einer Innenstadt mit ihrem gewachsenen Gastronomie- und Dienstleistungsumfeld ersetzen.“

Smart Pölten — gegen den Klimawandel

Und dann wurde noch Smart Pölten präsentiert. Rund 1,2 Mio. Euro an öffentlichen Fördergeldern und privaten Investitionen von 15 Forschungspartnern bewegt derzeit die Initiative „Smart Pölten“. Unter breiter Einbindung der Bürger entstehen dabei an ausgewählten Plätzen der Stadt „Oasen“. Sie sollen die Stadt resilienter gegen Hitzephase im Zuge des Klimawandels machen. Im Kern des Projektes: die akkurate wissenschaftliche Dokumentation der sozialen und ökologischen Effekte. Projektleiter Prof. Dr. Andreas Kumpf: „Wir haben den Auftrag, für andere Städte zu zeigen, was funktionieren kann!“

Arbeitskreise für die Stadtentwicklung

Präsentiert wurden auch die ersten Ergebnisse aus den fünf Arbeitskreisen. Rund 60 Teilnehmer sammelten Ideen und Impulse für die Entwicklung des Standortes. Die Themen reichen von der Kommunikation und der Kulturhauptstadt über Gründer und Innenstadt bis zu Industrie & Gewerbe. Angesichts der Zwischenberichte aus den Arbeitskreisen wurde deutlich: Das „St. Pöltner Modell“ mit seiner lebendigen Zusammenarbeit zwischen Stadtpolitik und Wirtschaft steuert auf eine Hochform zu.