Die forschende Stadt 

Bodenlehrpfad lädt zum Entdecken ein

Seit kurzem schmückt ein neuer Lehrpfad den St. Pöltner Hammerpark und thematisiert eine unserer wichtigsten Ressourcen: unseren Boden.

Die neun Informationstafeln entlang eines Weges im Hammerpark. (Foto: Josef Vorlaufer)
Auf den Spuren der Ressource Boden: Neun Tafeln vermitteln im Hammerpark Wissenswertes über die Geologie St. Pöltens. (Foto: Josef Vorlaufer)

Die Idee dahinter? Verschiedene Aspekte der Ressource Boden zu thematisieren, ihre Bedeutung aufzuzeigen und dabei einen besonderen Fokus auf St. Pölten zu setzen. Entstanden sind neun große, beidseitig gestaltete Informationstafeln. Sie geben Einblicke in verschiedene Bodenprofile, zeigen die frühere und heutige Nutzung der Flächen und vermitteln Wissenswertes über die Geologie der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

Bei der Ausarbeitung wurde das städtische Referat für Umweltschutz von mehreren Kooperationspartner:innen unterstützt. Günther Aust vom Bundesforschungszentrum für Wald und Roman Portisch, Ökologe bei der Landwirtschaftskammer NÖ, brachten ihr Fachwissen ein und stellten die verschiedenen Bodenprofile und die dazugehörigen Texte zur Verfügung. So erfahren Besucher:innen beispielsweise mehr über das An- und Niedermoor im Naturdenkmal Siebenbründl, die weit verbreitete Braunerde des Viehofner Kogels in Radlberg oder die Geologie der Oncophora-Schichten. Dank der Zusammenarbeit mit Österreich Wein und Walter Pernikl findet auch das letzte innerstädtische Weinbaugebiet in Unterradlberg im Bodenlehrpfad seinen Platz. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich wurden Tafeln zu aktuellen Themen wie Bodenerosion durch Wind bzw. Wasser sowie zur Bedeutung des Bodens als Ernährungsgrundlage erarbeitet. Über zwei Tafeln hinweg werden außerdem verschiedene Bodennutzungsarten vorgestellt, aktuelle wie ehemalige. Dafür stellten Robert Reiter von der Topothek der Statzendorfer Kohlenwerke sowie Monica Nicoloso vom Ziegelwerk Nicoloso Bilder und Informationen zur Verfügung. Auch magistratsintern waren neben dem Referat für Umweltschutz noch weitere Abteilungen an der Ausarbeitung des Bodenlehrpfades beteiligt, wie die Stadtarchäologie, die Friedhofsverwaltung, die Stadtgärtnerei und die Klimakoordinationsstelle.

Allen Interessierten können die wissensreichen Tafeln bei einem Herbstspaziergang im idyllischen Hammerpark erkunden. Wer anschließend noch immer Wissensdurst zu stillen hat, kann auf der Homepage der Stadt weiterlesen: Über QR-Codes auf den Tafeln kommt man direkt zu den zugehörigen Homepage-Seiten, wo noch mehr Informationen zu finden sind.

Naturlehrpfad Hammerpark 4In herbstlicher Atmosphäre kamen im Hammerpark (v. l. n. r.) Stadtarchäologe Stefan Fuchs-Sommer, Leiter der Friedhofsverwaltung Andreas Wittmann, Bürgermeister-Stellvertreter Walter Heimerl-Lesnik, Geschäftsbereichsleiter G9 Franz Gruber, Referatsleitung Umweltschutz Tatjana Reinberger, Monica Nicoloso vom Ziegelwerk Nicoloso, Bürgermeister Matthias Stadler, Walter Pernikel von Österreich Wein und Ökologe Roman Portisch von der Landwirtschaftskammer NÖ zusammen, um den neuen Bodenlehrpfad zu besuchen. (Foto: Josef Vorlaufer)

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Exzellenz in der Forschung braucht vieles: Fokussierung, Flexibilität, interdisziplinäre Vernetzung. Und Mut im unentwegten Blick nach vorne. Der Masterplan stp*25|50 schafft dafür die Grundlage. (mehr dazu)