Ein wichtiger Schritt für den Schul- und Vereinssport in der Landeshauptstadt ist gelungen: Die Prandtauerhalle soll umfassend saniert werden. Bürgermeister Matthias Stadler konnte gemeinsam mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr eine Mitfinanzierung des Bundes ausverhandeln. Damit steht eine Drittelfinanzierung durch Stadt, Land Niederösterreich und Bund in Aussicht. „Wir müssen die Renovierung der wichtigen Sporthalle jetzt für die Vereine und Schüler:innen in der Hauptstadt sichern und so schnell wie möglich mit der Umsetzung beginnen“, so das Stadtoberhaupt.
Die Prandtauerhalle ist Teil des Areals der Bundes-Bildungsanstalt für Sozial- und Elementarpädagogik in der Dr. Theodor Körner Straße und wurde 1978 in Betrieb genommen. Während das angrenzende Schulgebäude aktuell im Auftrag des Bundes generalsaniert wird, war die Sporthalle bislang nicht Teil dieses Projekts – obwohl sie funktional und räumlich eng damit verbunden ist und bauliche Maßnahmen nötig sind.
Dringender Sanierungsbedarf bestätigt
Eine Prüfung durch den Stadtrechnungshof und die Bundesimmobiliengesellschaft hat ergeben, dass sich die Prandtauerhalle in einem dringend sanierungsbedürftigen Zustand befindet. Zahlreiche Bauteile haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Um einen sicheren Betrieb weiterhin gewährleisten zu können, sind umfassende Maßnahmen erforderlich – von Fassaden- und Dachsanierungen über die Erneuerung der Haustechnik bis hin zur Modernisierung der Innenflächen und Sicherheitsausstattung.
„Die Prandtauerhalle ist ein zentraler Baustein für den Schul- und Vereinssport in unserer Stadt. Es war mir daher ein großes Anliegen, gemeinsam mit dem Bund und dem Land eine tragfähige Lösung für die Sanierung zu finden“, betont Bürgermeister Stadler.
Historisch gewachsene Verantwortung
Die Eigentums- und Nutzungsverhältnisse der Halle gehen auf das Jahr 1974 zurück: Damals errichtete die Stadt St. Pölten das Schulgebäude samt Sporthalle und vermietete dieses an die Republik Österreich. Nach Ablauf des Leasingvertrags ging die Liegenschaft in das Eigentum des Landes Niederösterreich über. Aufgrund der Beteiligung der Stadt an den Errichtungskosten – sie übernahm einen Großteil der Kosten der Dreifachsporthalle – wurde ihr im Gegenzug die Betriebspflicht übertragen.
Bis heute wird die Halle im Schulbetrieb gemeinsam genutzt: Zwei Drittel der Nutzung entfallen auf Bundesschulen, ein Drittel auf städtische Schulen. Außerhalb der Schulzeiten steht die Halle Vereinen und für Sportveranstaltungen zur Verfügung. Die Betriebskosten werden im Verhältnis 2:1 zwischen Bund und Stadt getragen.
Gemeinsames Projekt für die Zukunft
„Im Zuge von Gesprächen beim Spatenstich der Schulsanierung Ende April sowie weiterer Abstimmungen konnte nun eine gemeinsame Finanzierungslösung erarbeitet werden“, hält Bürgermeister Stadler fest. Die geschätzten Sanierungskosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro, wobei jeweils ein Drittel von Bund, Land und Stadt getragen werden sollen.
Die Projekteinreichung würde durch die Stadt St. Pölten auf Basis von Planungsunterlagen des Landes Niederösterreich erfolgen. Ziel ist es, die Sanierung zeitlich mit der laufenden Generalsanierung der Schule zu koordinieren.
„Diese Einigung mit dem zuständigen Minister ist ein starkes Signal für die Zusammenarbeit über politische Parteien und Ebenen hinweg – und vor allem für die vielen Schülerinnen und Schüler sowie Sportvereine, die auf eine moderne und sichere Infrastruktur angewiesen sind“, so Stadler abschließend. Sobald die Bildungsdirektion NÖ ihre Zustimmung gäbe, könnte mit den nächsten konkreten Schritten begonnen werden. Ein entsprechendes Schriftstück ist bereits bei den zuständigen Stellen eingelangt.