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Erweiterung der Schulsozialarbeit an den St. Pöltner Pflichtschulen

Die Stadt St. Pölten arbeitet gemeinsam mit dem Land Niederösterreich an dem flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit in den St. Pöltner Pflichtschulen. Nunmehr erfolgte die Förderzusage des Landes NÖ für weitere vier St. Pöltner Mittelschulstandorte.

Schulamtsleiter Lic.iur. Andreas Schmidt MBA, MPA, DSA Mag.a(FH) Gerda Bernauer und DSAin Kathrin Liebing vom Verein "young" und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler. (Foto: Corina Muzatko)
Schulamtsleiter Lic.iur. Andreas Schmidt MBA, MPA, DSA Mag.a (FH) Gerda Bernauer und DSAin Kathrin Liebing vom Verein "young" und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler freuen sich über den Ausbau der Schulsozialarbeit in St. Pölten. (Foto: Corina Muzatko)

Seit dem Schuljahr 2005/2006 wird an St. Pöltner Pflichtschulen das Konzept der „x-point-Schulsozialarbeit“ mit dem Verein „young“ umgesetzt. Das Angebot konnte seitdem mehrmals erweitert werden – so auch jetzt wieder. Seit Beginn des Schuljahres 2019/20 laufen die Bemühungen seitens der Stadt, das Angebot der Schulsozialarbeit an den St. Pöltner Pflichtschulen nochmals erweitern zu können. Kürzlich erfolgte die Förderzusage des Landes NÖ für weitere vier Mittelschulstandorte in St. Pölten (NMS Pottenbrunn, NMS St. Georgen, NMS Wagram und NMS Viehofen).

Start im April

Bereits ab April 2021 starten die Schulsozialarbeits-Basisstunden (insgesamt 14 Stunden) an den neuen Schulstandorten NMS Wagram, NMS Pottenbrunn, NMS Viehofen und NMS St. Georgen. Finanziert werden diese vorerst bis Ende Juni ohne Zuschuss des Landes Niederösterreich von der Stadt St. Pölten.

„Der Verein young leistet mit der Schulsozialarbeit eine äußerst kompetente und effektive Hilfestellung an den Schulen in Niederösterreich und in der Landeshauptstadt. Bereits in den vergangenen Jahren konnte ein Mehrbedarf identifiziert werden, durch den Ausbruch der Coronakrise wurde dieser nochmals verstärkt. Die Schulsozialarbeit liegt mir persönlich sehr am Herzen – ganz besonders jetzt ist es für die Kinder und Jugendlichen wichtig, dass sie jemanden zum Reden haben und ihre Sorgen deponieren können. Wir kommen mit der Erweiterung der Schulsozialarbeit diesen Bedürfnissen nach und starten an den vier neuen Standorten noch in diesem Schuljahr. Die Stadt trägt ab April vorerst die Kosten allein, bis mit Beginn des Schuljahres 2021/22 die Förderung des Landes schlagend wird“, ist Bürgermeister Matthias Stadler überzeugt, dass das Geld bei diesem Projekt mehr als sinnvoll investiert ist.

Mit Beginn des Schuljahres 2021/22 starten an den vier Schulstandorten NMS Wagram, NMS Pottenbrunn, NMS Viehofen und NMS St. Georgen die Basisstunden plus Zusatzstunden der Schulsozialarbeit (insgesamt 22 Stunden für 4 Standorte). Die finanziellen Kosten trägt die Stadt St. Pölten gemeinsam mit dem Land NÖ entsprechend dem Förderschlüssel: Land Niederösterreich (2/3) und die Schulgemeinde St. Pölten (1/3).

Nachhaltiges Erfolgsmodell

Durch die Arbeit mit den SchülerInnen soll die Schulsozialarbeit auch den Schulalltag entlasten und zu einem positiven und innovativen Schulklima beitragen. Im Schuljahr 2005/2006 wurde Schulsozialarbeit erstmals an der Volksschule Otto Glöckel eingerichtet. Ab dem Schuljahr 2006/2007 wurde es dann an den Dr. Theodor Körner Mittelschulen umgesetzt. Das niederösterreichische Modell der Schulsozialarbeit ist als Präventionsmaßname der Kinder und Jugendhilfe NÖ angelegt. Ziel ist in erster Linie die Unterstützung, Beratung und Begleitung von Schülerinnen.

Von Beratung bis zu Hilfe im Krisenfall

Das Angebot der „x-point-Schulsozialarbeit“ reicht von Beratungsstunden während der Schulzeit an den Schulen und Reflexionsgesprächen mit den PädagogInnen bis hin zur Krisenintervention und zur Vernetzung mit anderen sozialen Einrichtungen in der Region. Der Verein „young“ bietet Schulsozialarbeit an 45 Schulen in ganz Niederösterreich. Zu Beginn des Schuljahres stellen sich die SozialarbeiterInnen bei den SchülerInnen vor, wenn Gesprächsbedarf besteht können sich die SchülerInnen dann eigenständig an die SozialarbeiterInnen wenden. Ist der Kontakt hergestellt, werden in einem Erstgespräch Anliegen bearbeitet, Ziele vereinbart und Lösungen gesucht. Dies kann je nach den Bedürfnissen der SchülerInnen in einem einmaligen Gespräch, aber auch, nach Einverständnis der Eltern, in einem längerfristigen Beratungsprozess (z.B. wöchentlich) erfolgen. Bei spezifischen Problemlagen wird an andere soziale und medizinische Einrichtungen weitervermittelt.

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