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Drinnen & draußen in der Innenstadt St. Pölten

Drinnen & draußen in der Innenstadt St. Pölten

Schmuckstück statt Sperrmüll: Nachhaltig Neues schaffen

Upcycling oder Reparieren - kurz: alles, nur nicht wegwerfen! St. Pöltner Handwerker:innen sorgen für aktive Ressourcenschonung. Hier einige Beispiele.

Julia Baumgartner alias Julie die Möbelfee restauriert Möbel, Foto: Julia Baumgartner
Neues Gesicht für alte Möbel: Julia Baumgartner alias Julie die Möbelfee zaubert aus ungeliebten Möbelstücken wahre Schmuckstücke. Foto: Julia Baumgartner
Julia Baumgartner alias Julie die Möbelfee restauriert Möbel, Foto: Julia Baumgartner
Die St. Pöltner Meisterschneiderin Gülcan Baldan repariert und optimiert unsere Kleidungsstücke und Accessoires - und rettet Jacken, Jeans & Co. damit sicher vorm frühzeitigen Fast Fashion-Abgang. Foto: Familie Baldan-Yuva
Julia Baumgartner alias Julie die Möbelfee restauriert Möbel, Foto: Julia Baumgartner
Klaus Höfinger hat gut lachen - der rundum nachhaltig arbeitende St. Pöltner gabarage Store präsentiert Schönes und Praktisches aus industrieller "Restlverwertung". Foto: Tanja Wagner

Aus alten Möbeln neue Kunstwerke macht etwa "Julie, die Möbelfee": Die gebürtige St. Pöltnerin hat vor drei Jahren ihre Leidenschaft für individuelle Einrichtung zum Beruf gemacht. Und schenkt fast allem ein neues Leben - ob ausrangierte 08/15-Kommode oder jahrzehntealter Flohmarktfund. "Ich tu mir schwer, Dinge zu entsorgen, die eigentlich noch gut sind, nur halt nicht mehr gefallen", führt Julia Baumgartner - wie die Möbelfee eigentlich heißt - ihre Motivation aus.

Mit Upcycling besonders schön Ressourcen schonen

Grundsätzlich kann laut der findigen Handwerkerin wirklich alles aufgehübscht werden. Sogar Küchen oder Innentüren, wie sie es bereits öfters gemacht hat. Julies Kund:innen sind jedenfalls ausschließlich begeistert. "Es ist immer eine große Freude, zu hören, wie zufrieden sie mit meiner Arbeit sind", erzählt sie, "und wie sehr ihnen die gestalteten Möbelstücke gefallen."

Tipp: Auf ihrer Website und den angeschlossenen Social Media Kanälen zeigt die nachhaltig Kreative zahlreiche Arbeitsschritte des Upcyclings und vollendete Kunstwerke. "Außerdem könnt ihr euch viele Tipps holen und mir bei Fragen natürlich gerne schreiben", lädt sie dazu ein, online hinter den Vorhang ihrer Werkstatt zu schauen. Oder vielleicht sogar selbst aktiv zu werden - und endlich das schirche Kastl im Vorzimmer umzugestalten.

Ausbessern statt ausmustern: Maßgeschneidertes Service in der Innenstadt

Auch Gülcan Baldan ist eine Meisterin ihres Fachs - und dabei handwerklicher Innenstadt-Fixpunkt mit Atelier am Riemerplatz 2: Von Montag bis Freitag kümmert sich die erfahrene Maßschneiderin immer vormittags um alles von zu langen Hosen bis hin zu kaputten Reißverschlüssen. Selbst das zerrissene Innenleben der Lieblingsbag ist bei ihr in guten Händen - oder das Ballkleid, das ein wenig enger (oder weiter? oder kürzer?) sein soll. Oh, apropos Ball: Nachmittags ist Gülcan immer in Ratzersdorf zu finden, wo sie mit ihrem Bruder exklusive Mode für schöne Anlässe bietet.

"Alte Dinge selbst weiterzuverwenden oder an andere weiterzugeben spart eine Menge Abfall und Ressourcen. Wenn ein Gerät oder Gegenstand selbst nicht mehr benötigt wird, freuen sich häufig andere darüber. Bringen Sie Ihre nicht mehr benötigten, aber noch guten und funktionierenden Gegenstände doch in unsere So gut wie Neu-Sammelbox am Wertstoffsammelzentrum 2 in der Austraße - oder nutzen Sie die So gut wie Neu-Online Plattform." (Nicole Munz, Kaufmännische Leitung & Abfallrechtliche Geschäftsführerin der Abfallwirtschaft/Magistrat St. Pölten)

gabarage: Gestern Verschnitt, heute ein Rucksack

Upcycling mit sozialem Auftrag: Bei gabarage werden aus Verschnitt, industriellen Abfällen und Überproduktionen einzigartige Dekorationen und Alltagsgegenstände. Hinter der nachhaltigen - und denkbar kreativen - Handarbeit stehen vom Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen. Neugierig geworden? Am besten einfach selber im zentral gelegenen gabarage Store in der Marktgasse vorbeischauen!

Extra-Tipp für E-Geräte

Stichwort Herrichten (lassen) statt Wegwerfen: Gern genutzt wird österreichweit auch längst der Reparaturbonus vom Bundesministerium für Klimaschutz und Umwelt. Dieser fördert 50% der Reparaturkosten von elektrischen und elektronischen Geräten. Alle Details und die Auflistung aktueller Partnerbetriebe sind auf der Reparaturbonus-Website zu finden.

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