Warum und wofür verbrauchen Menschen in Österreich so viele Ressourcen und wie sieht das in anderen Weltregionen aus? Was steckt hinter dem Begriff „Klimagerechtigkeit“ und wie können wir alle ressourcenschonender leben?
In Kooperation mit der Stadtgemeinde St. Pölten fanden am 6.10.2026 Südwind-Workshops statt, in denen Referent Andreas Müller die Teilnehmer:innen dazu einlud, alltägliche Dinge aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und sich mit globalen Fragen sowohl aus ökologischer als auch aus sozialer Sicht zu befassen.
Oft ist es Wasser, das aufgrund sich verändernder Klimaverhältnisse knapp wird. In Form von extremen Wetterereignissen, wie Dürren oder Überschwemmungen, kann Wasser – vor allem für Menschen im Globalen Süden – zum Verhängnis werden. Die Schüler:innen der Musik-Mittelschule St. Pölten befassten sich in den Südwind-Workshops intensiv mit den Schwerpunkten Wasser und Klima. Der Klimawandel hat nicht nur umfassende Auswirkungen auf die Umwelt, sondern verändert auch das tägliche Leben von Menschen. Artensterben, Wetterextreme und Nahrungsmittelmangel sind nur ein paar dieser Auswirkungen. Die Klimakrise ist auch eine soziale Krise und unsere gemeinsame Verantwortung.
Nur 3% der globalen Wassermenge ist Süßwasser. Grund genug, dieses nicht zu verschwenden oder zu verschmutzen. Nicht nur in Niederösterreich wird das Grundwasser weniger, sondern in ganz Europa. Achtsamer umgehen mit der kostbaren Ressource kann man einerseits im direkten Verbrauch, indem man kürzer duscht oder Regenwasser zum Gießen der Blumen sammelt. Aber auch im indirekten Verbrauch durch die Produkte, die wir konsumieren, lässt sich enorm viel Wasser sparen. Die Schüler:innen lernten das Konzept des virtuellen Wassers kennen und stellten fest, dass Tomaten zwar viel Wasser brauchen, aber tierische Produkte noch viel mehr. Virtuelles Wasser ist die Wassermenge, die gebraucht wird, um ein Produkt herzustellen.
Ein besonderer Fokus der Südwind-Workshops lag dabei auf Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ der 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs), welche von den Vereinten Nationen 2015 beschlossen wurden. Auch Österreich hat sich zu diesen UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, die bis 2030 umgesetzt werden sollen.
Die Workshop-Teilnehmer:innen reflektierten ihre eigene Lebenswelt und ihre persönlichen Möglichkeiten, das Klima zu schützen und Wasser zu sparen und spannten dadurch einen Bogen vom Globalen zum Lokalen. Die Mittelschüler:innen in St. Pölten waren motiviert weiterzudenken und zu handeln. Ebenso werden sie die Themen des Workshops am Tag der offenen Tür für ein breiteres Publikum sichtbar machen.
Rückfragehinweis:
Südwind Niederösterreich
Bahngasse 46, 2700 Wiener Neustadt
E-Mail: noe@suedwind.at
Tel.: 02622/24832
Südwind setzt sich als entwicklungspolitische Nichtregierungsorganisation seit über 45 Jahren für eine nachhaltige globale Entwicklung, Menschenrechte und faire Arbeitsbedingungen weltweit ein. Durch schulische und außerschulische Bildungsarbeit, die Herausgabe des Südwind-Magazins und anderer Publikationen thematisiert Südwind in Österreich globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, Kampagnen- und Informationsarbeit, engagiert sich Südwind für eine gerechtere Welt. www.suedwind.at/niederoesterreich