Inter-netz-ional
Was Sankt Pölten an der Côte d‘Azur macht. Und warum 2026 in der internationalen Präsentation der Stadt ein Highlight wird.
März im südfranzösischen Cannes: Hier ist nicht nur der Frühling schon angekommen, hier kommen zu dieser Zeit jedes Jahr die Größen der internationalen Immobilienszene zusammen. Ganze Staaten und Metropolregionen wie London oder Paris suchen auf der MIPIM, einer der weltweit größten Immobilienmessen, den Kontakt zu Investoren: in eigenen Messezelten und mit Hochglanzpräsentationen.
Cannes kann‘s
Am österreichischen Messe-Point sind der Vienna Airport vertreten, namhafte Unternehmen und eine Stadt: St. Pölten ist mit einem Team und dem Bürgermeister persönlich jedes Jahr präsent. Und das mit Erfolg: Große Projekte wie die „neue Metro“ oder der Einstieg von Blum, Weltmarktführer bei Beschlägen, sind aus Treffen und Gesprächen in Cannes entstanden.
„Wir sehen uns in der Rolle und in der Verantwor-tung, den Standort mit seiner Region wirksam zu präsentieren“, sagt Christoph Schwarz vom städtischen Wirtschaftsservice ECOPOINT. Das bedeutet erstens, international sichtbar zu werden. Und es bedeutet zweitens, zunehmend das Standort-Angebot der entstehenden Hauptstadtregion vor den Toren Wiens zu promoten. Für 2026 hat sich das St. Pöltner MIPIM-Team etwas Besonderes einfallen lassen: eine Veranstaltung anlässlich „40 Jahre Landes-hauptstadt“. Top-Repräsentanten aus Stadt und Land werden dem Auftritt Gewicht verleihen, feine Weine aus der Region den gesellschaftlichen Reiz.
Reisen bildet
Auch abseits von Cannes pflegt die Stadt ihre internationale Vernetzung. Regelmäßig ist sie auf der Münchner Expo Real, einer weiteren Leitmesse, vertreten. Auf Wirtschaftsreisen knüpfen St. Pöltner Delegationen europaweit Kontakte zu Unternehmen, Politik und Forschungseinrichtungen wie zuletzt 2025 in Bozen.
Hinter und über diesem Mut zur internationalen Offenheit steht die Vision des vom Gemeinderat gebilligten Masterplans: St. Pölten als eine „Leading Second City & Region“ in Europa zu positionieren. Eine Region mit St. Pölten als starkem Zentrum, die die Vorteile des nahen Wien nutzt, dabei viele Nachteile der strapazierten Metropole vermeidet. „Es ist die klare Vision, die uns einen klaren Weg vorgibt“, sagt Christoph Schwarz. Die Stabsstelle, die er im Magistrat leitet, führt neben „Wirtschaft“ und „Marketing“ auch den Begriff
„Zukunftsentwicklung“ im Namen.