Jonglierakt
Damit Lebensqualität blüht, braucht es Firmen und Arbeitsplätze. Für die braucht es wiederum Bildungsplätze.
Vorausgesetzt, das Wohnen in der Stadt bleibt leistbar und der Verkehr erstickt nicht im Stau. Und dann wäre da noch die ökologische Transformation …
Den Jonglierakt moderner Stadtentwicklung hat St. Pölten als historische Industriestadt bemerkenswert gut bewältigt. Fünf Hochschulen ergänzen und stützen heute die alten Stärken in Gewerbe und Produktion. PVZs und ein Gesundheitszentrum setzen neben dem Uni-Klinikum österreichweit Maßstäbe für eine moderne medizinische Versorgung. Eine Klima-Strategie wahrt die Balance zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen.
Das städtische Wirtschaftsservice ECOPOINT hat Leit- wie Spezialbetriebe angesiedelt und promotet den Standort auf internationalen Bühnen von Cannes bis München.
Neben Studierenden bringen die Hochschulen von Jahr zu Jahr auch mehr an Lehrenden, Forschenden und Expert:innen in die Stadt.
Zahlen für das laufende Semester liegen noch nicht vor, werden aber mit der neu angesiedelten Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH) an der 6.000er-Schwelle kratzen.

Dieser Aufschwung verdankt sich auch dem 1986 gewonnenen Status als Landeshauptstadt, aber keineswegs nur. Seit gut zwanzig Jahren nimmt die Stadt ihr Geschick in die eigene Hand und setzt dabei auf breite Teilhabe: mit ECOPOINT, der Plattform, dem Masterplan und zahlreichen Bürger-Beteiligungsprojekten von der VISION 2020 bis zur Neugestaltung der Promenade. Die Herausforderungen werden neue sein, der Weg ist eingeschlagen.