Öffnung Viehofner Seen
Lebenswerter als eine „Industriestadt“ war St. Pölten immer. Erst recht, seit die Glanzstoff weg ist und die Seen da sind.
Längst schon tummelten sich seit den 1980ern Spazier-gänger und Badegäste am Ratzersdorfer See, da waren die Viehofner Seen Privatareal. Für alteingesessene St. Pöltner waren es noch die „Paderta Seen“: Nach dem Pottenbrunner Unternehmer Karl Paderta, der hier ab 1967 Sand und Schotter abgebaut und als „Nebenprodukt“ Seen geschaffen hatte.
Im Sommer 2003 gelang es der Stadt, das Areal zu erwerben. Schon 2005 wurde der behutsame Ausbau in Angriff genommen. Die Verbindung aus Natur und Freizeitfreude bei kostenlosem Eintritt darf heute als gelungen betrach-tet werden: Neben geschützten Bereichen mit rund 70 Vogelarten lässt es sich spazieren, schwimmen, rudern und radeln. Die Verbindung zum Ratzersdorfer See hat 2006 die 103 Meter lange Radfahrerbrücke über die Traisen geschaffen.
Auch Radwege und Freizeit-Infrastruktur entlang 19 Ki-lometer „Stadt-Traisen“ wurden kräftig ausgebaut. Der Sonnenpark ist langfristig gesichert. Eisbergspitze, „Güner Loop“ und Sturm-19 Park neben einer breiten Aufforstungsoffensive haben die Stadt grüner gemacht.