Von grau zu neu
Wer die Bauten von gestern nutzt, spart die Emissionen von heute. Das gilt auch für die historischen Industrie-Areale in der Stadt St. Pölten.
Die riesigen Hallen der historischen Voith stehen wie eh und je. Drinnen produziert der Konzern heute auf modernem Stand Hydro-Technologie für die ganze Welt. Eine Hälfte des Areals hat die Firma Blum erworben, einer der internationalen Marktführer bei Beschlägen. Die Räumlichkeiten sind derzeit „vollvermietet“, Eigennutzung auf mittlere Sicht bleibt eine Option. Für das neue PVZ Nord wiederum wurde ein denkmalgeschütz-tes Herrenhaus in Viehofen revitalisiert.
Revitalisieren, adaptieren
Die Entwicklung von Greyfields oder Brownfields bildet eine tragende Säule in der St. Pöltner Stadtentwickelung. Historische Industriebrachen und -gebäude werden dabei weiter genutzt und für die Ansprüche unserer Zeit adaptiert.
Viel Raum auf 18 Hektar und viel Potenzial bietet da vor allem das Glanzstoff-Areal im Norden der Stadt. PREFA ist mit einem Lager eingezogen und beschäftigt vor Ort bereits rund 50 Mitarbeiter. Die ehemalige Konerei hat sich als Location für Kunstmärkte (designverliebt), Art Sessions und Firmenveranstaltungen etabliert. Die 2024 eröffnete Boulderbar zieht Kletter-Fans aus der ganzen Region an. In diese Richtung könnte es für Eva Czirny von der Domus Liegenschaftsver-waltung auch weiter gehen: „Trendsportarten spielen in unserer aktuell laufenden Strategiefindung eine Rolle, aber auch Kunst, Kultur und zukunftgerechtes Wohnen.“ Die 84 vis á vis errichteten Wohnungen haben begonnen, das einstmalige Industrieareal wohnlich zu erschließen.
Wachsen lassen
Das Areal zu parzellieren und abzuverkaufen wäre der schnelle Weg. Gemeinsam mit Eigentümer Cornelius Grupp sieht Eva Czirny aber Nachhaltigkeit als Schlüssel zur weiteren Entwicklung. Womit sie nicht nur ein Minimum an Versiegelung und standortgemäße Pflanzen und Bäume meint. Das entstehende Stadtviertel soll den Geist des „Gewachsenen“ atmen.
Die enge Zusammenarbeit mit der Stadt hilft dabei:
„Unsere Partner zeigen sich beeindruckt und sprechen von St. Pölten als der Stadt der offenen Türen: Vom Bürgermeister bis zur Stadtplanung – jeder nimmt sich Zeit für die Zukunft des Glanzstoff-Areals!“