Made by Sunpor
Vor allem bei EPS-Gebäudedämmungen zählt Sunpor zu den Innovationsführern weltweit. CEO Roman Eberstaller lässt hinter eine norwegisch-St. Pöltner Erfolgsstory blicken.

Erzählen Sie uns die Gründungsstory: Wie kam Sunpor nach St. Pölten?
Die Industriellenfamilie Sunde arbeitete in Norwe-gen bereits seit den 1960er-Jahren mit Techno-logien zur EPS-Produktion (Expandierfähiges Polystyrol). Mitte der 1980er-Jahre trat ein St.
Pöltner EPS-Verarbeitungsbetrieb an die Familie Sunde heran: Er war auf der Suche nach einem Partner zum Aufbau einer Rohstoffproduktion. Daraus entstand eine Kooperation, die SUNPOR Kunststoff GmbH wurde 1986 gegründet, und 1988 ging das Stammwerk in Stattersdorf in Betrieb. Seit 1989 ist Olav Nils Sunde mit der ON Sunde AS Alleineigentürmer von Sunpor.
Was waren die prägenden Etappen in der Expansion des Unternehmens bis heute?
Immer ist die Innovation von EPS im Fokus vonSunpor gestanden. Bereits ab 1995 wurden neue Produktions- und Recyclingverfahren entwickelt. Mit der Patentierung von Lambdapor®, dem bis heute dämmstärksten grauen EPS, gelang 1999 endgültig der Schritt zum Qualitätsführer. 2009 ging der zweite Produktionsstandort Radlberg samt Bahnterminal in Betrieb, eine der moderns-ten EPS-Produktionen weltweit. Bis 2022 stieg die Produktionskapazität auf 260.000 Tonnen pro Jahr. Heute sind wir dank der Entwicklung und Förderung neuer Recyclingtechnologien und zirkulärer EPS-Typen fit für die Zukunft.
Welche Maßnahmen setzt Sunpor, um den Energiebedarf in der Produktion nachhaltig und kostenverträglich zu decken?
An beiden Produktionsstandorten setzen wir auf Energie aus Biomasse. 2020 haben wir in den Bau einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage investiert, die jährlich bis zu 464.000 Kilowattsun-den klimaneutralen, CO2-freien Ökostrom produziert. Unseren Energiebedarf optimieren und senken wir kontinuierlich, zum Beispiel durch die Nutzung von Abwärme oder den Umstieg auf effizientere Bauteile.
Inwiefern konnte der Standort zum Erfolg beitragen – und was wünschen Sie sich für die Zukunft des Standorts St. Pölten?
Sunpor-EPS geht zu 90 % in den Export. Daher war und ist die optimale Logistik-Anbindung St. Pöltens an das Bahn- und Autobahnnetz von zentraler Bedeutung für uns. Für die Zukunft wünschen wir uns eine Fortsetzung der positiven und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Wirtschaftsstandort St. Pölten.