Kongress zur Zukunft der Mobilität

Niederösterreichs Fahrschulunternehmer tagten auf Initiative von Richard Mader und Einladung von Bürgermeister Matthias Stadler im Rathaus.
Wolfgang Mayer © Wolfgang Mayer
Bürgermeister Matthias Stadler und Richard Mader (rechts) mit den Fahrschulunternehmern beim Kongress im Bürgermeisterzimmer.

Die Zukunft der Mobilität und damit die Zukunft der Fahrschulen war Thema im Rathaus. Richard Mader, Spartenobfrau-Stellvertreter in der Wirtschaftskammer und Eigentümer der Fahrschule Sauer, hatte seine Kollegen zum Kongress in seine Heimatstadt geladen, "weil ich gerne jede Chance nutze, St. Pölten herzuzeigen." Das konnten die Kongressteilnehmer bei einem Rundgang durch die barocke Innenstadt. Doch vorher gab es interessante Informationen im Rathaussitzungssaal.

"Es wird noch einige Jahrzehnte dauern, bis Autos wirklich autonom fahren", ist Michael Nikowitz vom Verkehrsministerium überzeugt. Bis dahin werden die Assistenz-Systeme weiter verbessert. Ab 2022 müssen einige verbindlich in Autos eingebaut werden. Daher wird es auch weiterhin wichtig sein, ein Fahrzeug lenken zu können. Allerdings machen immer weniger junge Menschen den Führerschein, vor allem im urbanen Raum.
"In höheren Schulen sollte Bewusstseinsbildung dafür gemacht werden, dass es für die meisten Jobs wichtig ist, mobil zu sein", betont Consulter Heinz Herczeg.
Zumindest bei Pkw wird sich Elektroantrieb durchsetzen, erklärte Martin Schatzdorfer von Pappas. Obwohl funktionierende Elektromobilität bereits die Bahn liefere, ergänzte Fachhochschulprofesser Frank Michelberger, der auch zu bedenken gab, dass alternative Mobilitätsangebote wie Uber in Groflstädte mehr Verkehr und daher Probleme bringen, "weil die Menschen dadurch nicht mit der U-Bahn fahren."