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Die Stadthilfe geht in die zweite Runde

Die St. Pöltner Aktion ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Im Herbst wird es eine Neuauflage des „Stadt-Zwanziger“ geben. Darüber hinaus wird die heimische Wirtschaft gezielt unterstützt: Mit Hilfe der Stadt wird auch heuer eine Wirtschaftsmesse stattfinden.

Vier Personen mit Schild und Starterkabel. (Foto: Mayer)
Michael Bachel vom städtischen Wirtschaftsservice, Felix Jöchl vom Baumarkt Nadlinger, Bürgermeister Matthias Stadler und WISA-Organisator Frank Drechsler präsentierten im Rahmen einer Pressekonferenz die Maßnahmen der neuen Stadthilfe-Aktion. (Foto: Mayer)

„Wir stärken St. Pölten und seine Wirtschaft! Daher gehen wir mit der Stadthilfe in eine zweite Runde“, hält Bürgermeister Mag. Matthias Stadler fest. „Weil sowohl die Corona-Pandemie als auch die Auswirkungen dieser Krise auf Wirtschaftstreibende und ArbeitnehmerInnen noch immer schmerzhaft präsent sind, wollen wir als Stadt im Rahmen unserer Möglichkeiten auch einen sinnvollen Beitrag leisten und setzen gezielte Aktionen“, so Stadler. Konkret soll jeder St. Pöltner Haushalt erneut nach dem etablierten Modus 20 Euro beantragen können.

Darüber hinaus wird auch die traditionelle, große Wirtschaftsmesse in St. Pölten unterstützt, damit gerade in diesen schwierigen Zeiten die regionalen UnternehmerInnen eine Plattform haben, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

Über 600.000 Euro in St. Pöltens Wirtschaft gebracht

Die 1. Runde der Stadthilfe ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte: Rund 9.000 Anträge wurden insgesamt abgehandelt und 180.000 Euro ausbezahlt, dabei wurden 620.000 Euro in Umlauf gebracht, was die Effizienz dieser lokalen Maßnahme bestätigt. Deutlich mehr als der dreifache Auszahlungswert kam so also nur durch diese Aktion direkt in der städtischen Wirtschaft an. Bis 31. August können hier  noch Belege eingereicht werden.

Über 89 Prozent der Anträge wurden direkt elektronisch abgefertigt, 930 Personen nahmen die Unterstützung via Hotline in Anspruch. „Die durchschnittliche Dauer zwischen Einreichung des Antrages und Überweisung lag bei nicht einmal 52 Stunden“, weiß Michael Bachel vom Wirtschaftsservice ecopoint, der das Projekt mit dem St. Pöltner IT-Experten Dr. Daniel Ratzinger umgesetzt hat.

Regionaler Baumarkt an der Spitze

„Besonders freut es mich, dass die St. PöltnerInnen dem Aufruf gefolgt sind und regionale Unternehmen mit Beratung vor Ort unterstützt haben. So konnte sich der Baumarkt Nadlinger mit einer Gesamteinreichungssumme von 25.000 Euro den ersten Platz sichern“, weiß der Bürgermeister.

Felix Jöchl, Geschäftsführer der Firma Nadlinger erklärt, warum das kein Zufall war: „Sicherlich, weil wir schon im Juni auf unseren Kassabons auf diese Aktion der Stadt hingewiesen haben.“ Jöchl hält dabei fest: „Ich glaube jede Aktion, die in unserer Stadt positive Impulse setzt, und wie in diesem Fall die St. PöltnerInnen dafür belohnt, in der eigenen Heimatstadt einzukaufen, kann man durchaus mittragen und davon auch erzählen. Wer beim Einkauf bei uns spart, dem bleibt dann eben ein bisserl mehr Geld für den nächsten Einkauf, das nächste Abendessen oder den nächsten Besuch in einem anderen St. Pöltner Betrieb, und all das gilt natürlich auch umgekehrt.“ Die Aktion selbst beschreibt er als „sehr unkompliziert“ und „erfrischend unbürokratisch“. Besonders gefallen hat ihm, dass dabei die St. PöltnerInnen selbst im Mittelpunkt standen. „Für uns im Handel steht ja immer der Kunde im Mittelpunkt, und genauso sind für einen starken regionalen Wirtschaftskreislauf auch die Stadtbewohner in ihrer Rolle als Konsumenten eigentlich die treibende Kraft. Insofern ist eine Aktion, die den Menschen den Einkauf in der eigenen Stadt schmackhaft macht eine Geste mit der richtigen Signalwirkung“, so Jöchl abschließend.

Plattform für die Wirtschaft

Um der heimischen Wirtschaft in St. Pölten auch heuer wieder eine Plattform bieten zu können, wird die größte regionale Wirtschaftsmesse unterstützt. WISA-Chef Frank Drechsler hält fest: „Die Verschiebung der Messe war eine große Herausforderung und auch ein zusätzlicher finanzieller Aufwand. Dank der Unterstützung durch die Stadt können wir die Messe heuer doch noch in St. Pölten abhalten. So ermöglichen wir unter strengster Einhaltung aller geltenden Sicherheitsvorkehrungen 200 Unternehmen, ihre Produkte und Dienstleistungen vor Ort zu bewerben.“ Mit dabei sein werden Unternehmen aus allen Branchen – von der EVN bis zu BMW Göndle.

Etablierter Modus: 20 Euro pro Haushalt

Michael Bachel vom städtischen Wirtschaftsservice ecopoint bereitet aktuell, nach Initiative von Bürgermeister Matthias Stadler, das System auf eine zweite Runde vor: „Wir werden einen entsprechenden Antrag zur Beschlussfassung im Gemeinderat vorbereiten, um planmäßig im Oktober mit der Stadthilfe starten zu können. Der Modus bleibt ident – jeder St. Pöltner Haushalt kann bis zu 20 Euro nach einem Einkauf in einem St. Pöltner Unternehmen oder bei einem St. Pöltner Dienstleister beantragen, sobald die Rechnungssumme zumindest 20 Euro ausmacht. Rechnungen von 1. Oktober bis 15. Dezember 2020 sollen ab 15. Oktober bis 15. Dezember wieder unkompliziert eingereicht werden können“, so Bachel.

Bürgermeister Matthias Stadler ergänzt: „Wir wissen, dass auch in St. Pölten bei vielen Personen das Geld aktuell nicht so locker sitzt, dass die Krise viele persönliche Schicksale mit sich bringt. Wir möchten auch ihnen eine unkomplizierte Hilfeleistung anbieten und dabei die Wirtschaft in der Stadt weiter stärken. Auch Personen, die die Stadthilfe bereits im Sommer in Anspruch genommen haben, können diese erneut beantragen. Weiterhin ist es natürlich möglich, die Rückzahlung dem Enkel, der Nichte oder einer gemeinnützigen Initiative wie der Feuerwehr oder dem Tierschutzverein zukommen zu lassen. Nötig ist dafür nur die entsprechende Bankverbindung.“