Plastic World - Wo macht Plastik Sinn und wo nicht?

Expertin Roswitha M. Reisinger, Herausgeberin und Chefredakteurin des Magazin Businessart, informierte das St. Pöltner Umweltschutzkomitee über die Vor- und Nachteile von Plastik.
Foto: Corina Muzatko © Foto: Corina Muzatko
DI Ingrid Leutgeb-Born, Roswitha M. Reisinger, Stadtätin Mag. Renate Gamsjäger.

Zusammendrücken

In der Stadt St. Pölten werden im „Gelben Sack“ Plastikflaschen gemeinsam mit Metallverpackungen gesammelt. Anita Kraftl, MSc und Irene Bartl von der Abfallwirtschaft St. Pölten riefen dazu auf, Plastikflaschen und Getränkedosen unbedingt zusammenzudrücken, bevor sie in den „Gelben Sack“ oder in die „Gelbe Tonne“ geworfen werden. Das spart beim Sammeln zu Hause viel Platz und bei der Abholung sehr viel Platz in den Müllfahrzeugen und in der weiteren Transportkette. Das Müllfahrzeug muss weniger oft entleert werden, fährt daher weniger Kilometer und spart CO2.

Mehr Trinkwasser aus der Leitung trinken und weniger verpackte Getränke konsumieren ist ein Lösungsansatz, um generell Verpackungen, also auch aus Kunststoff zu vermeiden.
Johannes Bertl von den Wilhelmsburger Hoflieferanten stellte sein bereits angelaufenes Projekt für die Verpackung der Schulgetränke in Bechern aus PP Polypropylen statt bisher PS Polystyrol vor. Polypropylen ist im Gegensatz zu anderen Kunststoffen sehr gut wiederverwertbar. Sämtliche Becher gehen wieder an die Hoflieferanten zurück, werden reinsortig gesammelt und wieder zu Kunststoffprodukten verarbeitet. Ziel ist es auch, die Platinen (Deckel) der Becher aus PP zu produzieren.

Was können KonsumentInnen tun?

Verpackung:

  • Vermeiden wo möglich
  • Mehrweg
  • Müll trennen und zusammenfalten
  • Kein Plastiksackerl im Biomüll

Textilien:
  • Qualität und Stil statt fast fashion
  • auf Polyester verzichten
  • länger tragen
  • tauschen oder ausleihen

Haushalt / Elektrogeräte / Spielzeug:
  • auf Qualität, Langlebigkeit achten
  • reparieren
  • länger nutzen
  • share & care

Tipp:
Lebensart - Heft 5/2018 Plastic World
www.lebensart.at

Businessart - Heft 03/2019 Plastik im Alltag
www.businessart.at

Kunststoffe können unzählige Formen annehmen und noch mehr Eigenschaften aufweisen, die sie durch unterschiedliche Zusätze erhalten. Das macht sie so beliebt und so vielfältig einsetzbar. Und deshalb sind sie so schwer ersetzbar und wieder in den Stoffkreislauf integrierbar.

Da auch beim Umweltpreis 2020 der St. Pöltner Schulen Projekte rund um das Thema Plastik gefragt sein werden, sind auch zahlreiche Pädagogen und Pädagoginnen der Einladung von Umweltgemeinderätin Stadträtin Mag. Renate Gamsjäger und DI Ingrid Leutgeb-Born gefolgt.