Hochspannung um die Triathlon-Krone beim Ironman 70.3

Der Ironman 70.3 St. Pölten bildet wiederum den glorreichen Auftakt in die österreichische Ironman-Saison 2019. Das älteste Ironman 70.3 Rennen auf europäischem Festland findet bereits zum 13. Mal statt und wartet mit einem der größten Profi-Startfelder in der Geschichte des Events auf.
Foto: Wolfgang Mayer © Foto: Wolfgang Mayer
Mehr als 50 Profis kämpfen am Sonntag, dem 26. Mai, um die begehrte Triathlon-Krone in der niederösterreichischen Landeshauptstadt.

Österreichische Siegeschancen

Aus österreichischer Sicht darf man auch auf die Leistungen von Thomas Steger und Paul Ruttmann gespannt sein. Steger, Teil des pewag racing teams, klassierte sich bei den letzten Austragungen auf dem fünften (2018) sowie zweimal auf dem vierten Platz (2017 & 2016) und schrammte damit jeweils nur knapp am Podest vorbei. Der 33-jährige Oberösterreicher Paul Ruttmann war bis 2013 noch im Rudersport aktiv, bevor er sich dem Triathlon-Sport zuwandte und seitdem einen eindrücklichen Steigerungslauf hinlegte - mit dem Sieg in der Langdistanz bei der österreichischen Staatsmeisterschaft 2018 als Höhepunkt.

Nach der verletzungsbedingten Absage der dreifachen Siegerin Laura Philipp darf bei den Damen ein spannender Kampf um den Titel erwartet werden. Heini Hartikainen holte sich beim Ironman 70.3 St. Pölten 2018 Rang sechs. Von den fünf Athletinnen, welche sich letztes Jahr vor ihr klassierten, steht dieses Jahr lediglich die Österreicherin Bianca Steurer am Start. Somit dürfen sich sowohl die 33-jährige Finnin als auch Steurer Chancen auf den Sieg ausrechnen. Dementsprechend optimistisch äußert sich Steurer: „Ich möchte beim Heimrennen alles geben und zeigen, was Österreicherinnen draufhaben“. Zu rechnen sein wird auch mit Julia Gajer aus Deutschland. Nach der Babypause zeigt sich die zweifache Ironman-Siegerin besonders motiviert und möchte ihren Erfolg beim Ironman 70.3 St. Pölten vor sieben Jahren nur allzu gerne wiederholen. Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden von Sara Svensk und natürlich von Amber Ferreira. Die 37-jährige US-Amerikanerin darf sich seit 2014 als Ironman-Siegerin bezeichnen, wo sie in Lake Placid den Sieg holte. Mit der Erfahrung von 44 Mitteldistanz- sowie 20-Langdistanz Rennen weiß sie, worauf es ankommt und zeigte sich diese Woche dank dem kostenlosen Rad-Transport auf ihrem Flug bereits bestens gelaunt – alles in allem hervorragende Voraussetzungen.

Startschuss Ironman 70.3

Der Startschuss erfolgt am Sonntag um 07:00 Uhr beim Viehofner See und neben den drei wunderschönen Strecken deutet sowohl in der Damen- als auch in der Herren-Konkurrenz alles auf ein Triathlon-Spektakel beim Ironman 70.3 St. Pölten hin.

Über das Rennen

Der Ironman 70.3 St. Pölten hat sich als absolutes Highlight in der niederösterreichischen Landeshauptstadt etabliert. Bereits Mitte Februar mussten die Anmeldeportale geschlossen werden und das, obwohl im November des vergangenen Jahres die Anzahl der Startplätze erhöht wurde. „Wir erwarten heuer 2500 Athleten und 300 Staffeln bei unserem Hauptbewerb am Sonntag“, berichtet Renndirektor Jürgen Gleiss. „Übers ganze Wochenende verteilt werden etwa 3500 Athleten an den Start gehen – von den Kids über die Firmen- und Funathleten bis hin zu den Startern beim Ironman 70.3 am Sonntag“. Besondere Lorbeeren erhielt der Traditionsbewerb auch bei den Ironman Athlete Choice Awards 2018. Aus den weltweit 105 Ironman 70.3-Events, welche 2018 stattfanden, wurde der Ironman 70.3 St. Pölten von den Athleten in verschiedenen Kategorien unter die zehn besten Veranstaltungen gewählt. So sicherte das Event den 1. Platz beim ‚Gesamterlebnis Radstrecke‘, den 2. Platz beim ‚Besten Eventgelände‘ sowie den 7. Platz in der Kategorie ‚Gesamtzufriedenheit‘.

Bei den Herren führt Michi Weiss, Vorjahressieger aller drei Ironman-Bewerbe in Österreich, das Profi-Feld an. „Mein Fokus liegt diese Saison bei den Ironman World Championship in Kailua-Kona, Hawaii, doch ich möchte aus jedem Rennen das Beste rausholen. Vor Heimpublikum hoffe ich, den Sieg vom Vorjahr wiederholen zu können“, so der Lokalmatador. Auf dem Weg zur Titelverteidigung erwartet ihn starke Gegenwehr von Nils Frommhold. Der 32-jährige Deutsche holte sich 2017 den Sieg in St. Pölten und möchte auch dieses Jahr wieder ganz oben vom Siegertreppchen strahlen. Bei den Ironman African Championship South Africa anfangs April unterstrich er mit dem zweiten Platz seine starke Form und verdrängte damit Michi Weiss auf den dritten Platz – es darf also ein spannendes Duell zwischen den beiden erwartet werden. Nachdem Paul Reitmayr seinen Start diese Woche verletzungsbedingt absagen musste, wird auch der im Jahr 2018 zweifache Ironman-Sieger Jesper Svensson ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollen. Der Schwede war letztes Jahr siegreich beim Ironman Brazil sowie dem Ironman Barcelona.